Der Sommer ist vorbei und Winter kommt forschen Schrittes auf uns zu.
Zeit die Heizung wieder aufzudrehen und wohlige Wärme in die Wohnungen zu lassen.
Aber was tun wenn die Heizung nicht warm wird?
Sollte der Gaskessel die Hufe hochgerissen haben kann man den mal nicht selber reparieren. Kann mal ganz schnell Bumm machen. Und im blödesten Fall haben unsere russischen Freunde den Gashahn zugedreht. Alles Dinge die man selber nicht selbst lösen kann.
Was also tun damit man sich nicht die Extremitäten abfriert?

Die Basics

Wie immer bieten sich auch hier wieder unterschiedliche Möglichkeiten, um Wärme in die Glieder zu bringen. Man könnte zum Beispiel:
– warm anziehen
– die Wohnung isolieren
– ne kleine Heizung selber bauen
Je nachdem wie gut der Haushalt ausgestattet ist bietet sich die eine oder andere Variante an um benutzt zu werden. Die Hauptsache besteht darin nicht zu unterkühlen und seinen gesamten Körper zu behalten. Denn Erfrierungen sind eine oftmals unterschätzte Gefahr.

Warm anziehen

Erst einmal ist Winterkleidung ein guter Ansatz. Aber Achtung, denn es ist kontraproduktiv wenn man im dicken Wintermantel Hausarbeit macht. Denn hierbei kommt das öfters mal vor, das man schwitzt und dann verliert man ne Menge Wärme die man braucht. Funktionswäsche ist das Zauberwort. Lange Unterwäsche aus Synthetikmaterialien wirkt oftmals schon wahre Wunder um den Großteil des Körpers warm zu halten. Das die Synthetikmaterialien die Feuchtigkeit nicht halten bleibt der Körper trocken und der Schweiß reguliert nicht die Körperwärme nach wenn man es nicht braucht.

Wolle

Kleidung aus Echtwolle macht sich ebenfalls sehr gut, also Schafwolle oder Alpacawolle. Letzteres ist so ziemlich das Nonplusultra für warme Kleidung. Aber auch die gute alte Schafwolle hält verdammt warm. Sie ist zwar schwerer als  Alpacawolle, aber sonst genauso gut. Der große Vorteil von Schurwolle ist, das die Luft von den Fasern nicht aufgehalten wird und die Feuchtigkeit sich so nicht unter der Kleidung sammelt wie es bei gängiger Winterkleidung der Fall ist. Und sollte man doch mal etwas mehr schwitzen, nimmt die Kleidung keine Feuchtigkeit auf. Das Wasser ist zwischen den Fasern und wird durch die Luft aus der Kleidung rausbefördert. So bleibst du trocken und warm.
Ganz besonders wichtig ist es, das die Socken aus Echtwolle sind. Denn grade hier entfalten, vor allem in Schuhen, Synthetikmaterialien ihre Gefahren. Die Füße werden schnell klamm und dann kommt die Kälte. Dadurch, das die Füße am weitesten vom Herzen entfernt sind, bekommen diese von dem warmen Blut den geringsten Anteil ab. Zehen waren schon immer die Körperteile die als erstes abrieren und das will niemand.

Mit Ziebel

Anere Variante ist sich wie ne Zwiebel anzuziehen, also in Schichten. Denn:
Je mehr Schichten, destso mehr warm!
So kann man auch aus „Sommerkleidung“ ein warm haltendes Outfit zaubern. Einfach Schicht über Schicht und es wird immer wärmer.
Aber vorsicht:
Auch hier sollte man es nicht übertreiben, denn sonst schwitzt man sich zu Tode. Man wird ne Menge Wassser los, das man wieder trinken muss. Das Wasser ist kalt und muss aufgewärmt werden. Hierfür verbrennt der Körper wertvolle Energie die bei normalem Verbrauch länger für Energie/Wärme sorgen würde. Zudem steht das ganze Wasser unter der Kleidung und kühlt wiederum den Körper aus.
Mal ganz davon abgesehen, das es vollkommen unpraktisch ist sich so dick anzuziehen das man zum Maskottchen des namhaften Reifenherstellers wird. Macht Bewegung eher schwer.

Isolation

Am besten ist es aber immernoch, wenn die Wärme die Wohnung überhaupt nicht erst verlässt.
An dieser Stelle hör ich die ersten schon rufen was sie doch für ein wunderbar isoliertes Haus/Wohnung sie haben.
Aber mal Butter bei die Fische, da unsere Gesellschaft lichte, helle Räume mag, haben wir viele Fenster, die ein absoluter Horror für die Wärmedämmung sind. Egal wie modern und toll diese sind, der Größte Teil der Wärme haut durch das Glas ab.
Und das sollte man bei einem Heizungsausfall schnell unterbinden. Aber wie isoliert man eigentlich in der Improvisation? Man hat ja schließlich nicht einfach so Glaswolle in der Bude rumzuliegen.
Aber gut geeignet sind Rettungsdecken(diese Foliendinger) und eigentlich alle Decken die es irgendwie gibt.  Also Dinger wie Wolldecken, Schlafsäcke oder auch ganz normale Bettdecken. Die Rettungsdecken klebt man so auf die Fenster, das die reflektierende Seite nach Innen zeigt. Man will ja schließlich, das die Wärme drinnen bleibt, oder? Merke:
Silber reflektiert, zumindest in diesem Fall.
Aber auch wenn die Fenster isoliert sind, geht immernoch Wärme flöten. Also sollte dasselbe auch noch mit den Türen gemacht werden. Wo wir grade bei Türen sind, es gibt ja diesen schönen Trick die Türspalten mit irgendwas abzudichten. Auf keinen Fall machen!
Denn auch wenn es erstmal logisch klingt die kalte Luft daran zu hindern in die Wohnung zu kommen, kommt durch diese nicht nur Kälte in die Bude. Sondern auch Sauerstoff.
Und ich hab mal irgendwo gehört das wir das Zeug zum Leben brauchen. Und wenn wir jetzt die Wohnung hermetisch abriegeln kommt auch kein Sauerstoff rein. Mit der Zeit steigt der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Luft und dann kommt der Sauerstoffmangel. Schwindel, Erbrechen und irgendwann Ohnmacht. Dann kommt auch schon bald der Tod. Aber bis zur Ohnmacht ist es Qualvoll.
Am besten macht man es so, das man einen Raum der Wohnung isoliert und den Rest kalt werden lässt.

Schlafstatt

Der Ort wo man überhaupt nicht auskühlen möchte ist das eigene Bett. Denn wenn man hier unterkühlt dann erfriert man im Schlaf und wacht einfach nicht mehr auf. Und da der Körper im Schlaf herunterfährt, ist die Gefahr noch größer. Dies gilt nicht nur für den Fall wenn die Heizung weg ist, sondern auch wenn man so schläft. Deswegen sind das eher universelle Hinweise.
Man sollte es vermeiden an den Decken zu geizen. Wenn einem kalt ist, ist man nicht warm genug eingepackt.
Entweder in langer Unterwäsche schlafen gehen oder mehrere Decken verwenden.
Aber auch hier nicht übertreiben, denn sonst schwitzt man wieder zu viel. Am besten mal darauf achten was am empfindlichsten für Kälte ist, bzw. was kalt ist wenn man im Winter aufwacht. Und dann nach Bedarf einzelne Stellen besser zudecken.
Bei mir persönlich sind es zum Beispiel nur die Füße. Also packe ich mir im Winter immer eine Zusatzdecke üüber das Fußende meiner Bettdecke. So habe ich warme Füße und hole mir keine Krankheiten.

Improvisierte Wärme

Wenn man jetzt aber aufwacht und die Wohnung kalt ist, dann bringt auch isolieren erstmal nichts, da man keine Wärme hat die man in der Wohnung behalten könnte. Also muss eine improvisierte Heizung her. Wie macht man das?
Ist eigentlich ganz leicht.
Man nehme:
– Teelichter
– eine Kuchenform(Kasten)
– zwei Blumentöpfe(die aus Ton, unterschiedlich groß)
Und gebaut ist das ganze auch schnell.
Die Teelichter kommen zunächst einmal in die Kuchenform und werden angezündet. Hierrüber stellt man den kleineren Blumentopf. Und dann wird der große Blumentopf über den kleinen gestülpt. Fertig is die Heizung.

Wie das ganze funktioniert

Im Endeffeckt ganz einfach. Man macht sich dasselbe System wie beim Thermosyphon zunütze. Nämlich das warmes Zeug sich über kaltem Zeug positioniert. Die warme Luft über den Teelichtern steigt nach oben und erwärmt die Blumentöpfe. Die Luft zwischen den Töpfen erwärmt sich und fängt ebenfalls an aufzusteigen. Da wir den Hohlraum haben kommt von unten neue, kalte Luft nach während die warme Luft aus dem Loch in der Oberseite strömt. Durch die große Fläche der Blumentöpfe wird effektiv mehr Luft erwärmt als es bei einfach nur den Teelichtern der Fall wäre.
Wärme

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