ACHTUNG!! LESEN!!

Wir sind keine Profis. Mit gar nichts. Wir übernehmen keine Haftung für euer Handeln, wenn ihr also Scheiße baut, dann seid auch nur ihr dafür verantwortlich. Unerlaubtes Jagen und Fallenstellen ist strafbar. Jagd mit Armbrust oder Bogen genauso. Seid euch im klaren darüber, das mögliches Fehlverhalten ernste rechtliche Konsequenzen hat. Alle hier gezeigten Geräte sind ohne spezielle Genehmigungen erlaubt (Besitz). Wir schreiben hier reine Theorie. Während der Erstellung dieses Artikels wurden keine Eichhörnchen verletzt.
Jeder Prepper hat sich schon mal Gedanken dazu gemacht, mit was er schießen könnte wenn er müsste. Die Gründe dafür reichen von Selbstschutz im Ernstfall über Nahrungsbeschaffung bis hin zur Signalgebung. Wir schauen heute auf drei Geräte die ohne Erlaubnis erworben werden können und mit denen man fast hürdenlos üben kann. Wir wollen euch hier auch zeigen was mit diesen Geräten nicht geht. Und euch dazu anstoßen zu überlegen, ob es nicht bessere Alternativen gibt. Die Geräte sind das Luftgewehr, der Bogen (Compoundbogen) und die Armbrust.

Das Luftgewehr

Das hier gezeigt Luftgewehr wurde bei Waffen-Naunin käuflich erstanden. Wir haben dafür den vollen Preis (50 Euro) gezahlt.
Kurz ein paar technische Daten:
  • Kaliber: 5,5 mm
  • Gesamtlänge ca.: 1030 mm
  • Lauflänge ca.: 450 mm
  • Gewicht ca.: 3200 g
  • System: Einzelschuß – Unterhebelspanner
  • Visierung: höhen- und seitenverstellbare Leuchtkimme und Leuchtkorn
  • V0: <170 m/s
Das Gewehr ist sehr stabil, man sieht allerdings das es sich nicht um eine Matchwaffe handelt. Geschossen wurde mit Flachkopfdiabolos Marke Umarex „Mosquito“ in Kaliber 5,5 mm. Auf 10 Meter war das Gewehr schnell eingeschossen (4 Schuss). Die Penetrationstiefe in Pfeffersalami betrug etwa 3 cm (selbe Entfernung wie Einschießen). Welchen Nutzen hätte eine solche Waffe für einen Prepper? Nun, natürlich Nahrungsbeschaffung. Tauben, Kaninchen, Eichhörnchen und dergleichen lassen sich damit auf jeden Fall erlegen. Wenn man dann noch weiß wie diese weiter verarbeitet werden müssen, kann man damit ergänzend Fleisch auf den Tisch bringen. Natürlich nur im absoluten Ernstfall, wer grundlos wildert soll die Krätze kriegen. Vom Geräuschpegel her ist das Gewehr eher auf der leisen Seite zu sehen. Alles in allem also stabil und funktional. Aber keinesfalls erste Wahl, alles was größer als ein Kaninchen ist, kann zwar zumindest verletzt aber auf keinen Fall wirklich getötet werden. Und zweibeinige Raubtiere würden sich wahrscheinlich gar nicht erst beeindrucken lassen. Zudem hat das Luftgewehr eine relativ lange Nachladezeit (geübter Schütze braucht etwa 5 Sekunden). Man könnte den Holzschaft gegen einen selbst gemachten aus Alu austauschen und das Gewehr so in den BOB stecken. Zum Selbstschutz ist das Luftgewehr denkbar ungeeignet. Für drinnen zu groß, für draußen auf Distanz zu schwach.

Die Armbrust

Wir haben als Testwaffe die Jaguar-Armbrust genommen. Die gibt es in ähnlicher Art von dutzenden Herstellern. Preise von 90 Euro bis 190 Euro, je nach Zusammenstellung, sind durchaus drin. Geschossen wurde mit roten Alubolzen, die ohne nähere technische Daten bei der Armbrust bei waren.
Technische Daten:
  • Gewicht: 3600 g (mit Schulterstütze), 2200 g (ohne Schulterstütze)
  • Zuggewicht: 175 lbs / ca. 80 kg
  • Pfeilgeschwindigkeit: 245 fps / 269 km/h
  • Zielgenauigkeit: ca. 30 m
  • Länge: 90 cm (mit Schulterstütze), 60 cm (ohne Schulterstütze)
  • Breite: 70 cm
Die Armbrust ist echt billig. Wirklich. Die ist so billig, das Anfänger locker damit rausfinden können ob sie Bock auf den Sport haben oder nicht. Aber sie ist auch stabil. Und eine Armbrust kann mehr als nur eine Geschossart verschießen. Hier ist eher wichtig, dass das Gewicht der zukünftigen Geschosse nicht unter dem der mitgelieferten Bolzen liegt. Man muss dann für sich selbst rausfinden womit man am besten klarkommt. Jagen ist kein Spaziergang im Park, Ansitzen oder Pirschen erfordern entsprechende Fähigkeiten. Durch die hohe erforderliche Spezialisierung ist es für den Laien kaum möglich damit irgendwas zu schießen. Kleintiere werden von normalen Jagdspitzen oft zerlegt, vorausgesetzt man trifft auch. Großes Wild ist in unseren Breitengraden sehr vorsichtig und nur schwer mit sowas zu schießen. Durch die lange Nachladezeit (min. 10 Sekunden) ist eine Armbrust auch kaum zum Selbstschutz geeignet, es sei denn man nutzt sie auf kleinem Raum (Wohnung, Hauseingang), wirft sie dann zur Seite und setzt die Verteidigung mit anderen Mitteln fort. Auch im Ernstfall muss man hier auf die Verhältnismäßigkeit achten, Leben ist das höchste Rechtsgut und auch Verbrecher haben Rechte. Wobei wir auch feststellen müssen, das ein Treffer mit einem stumpfen Bolzen (Korken oder Gummispitze) wie ein Gummigeschoss wirkt. Als Gerät für den Prepper ist die Armbrust dennoch durchaus geeignet, weil sie gut im Verband mit anderen eingesetzt werden kann. Man kann mit den Bolzen auch Signal geben (Pfeifspitze oder an den Bolzen getapte Magnesiumfackel).

Der Bogen

Gecheckt wurde hier mit einem Compoundbogen von Poe Lang. Das Teil kommt um die 100 Euro, abhängig von Händler und Zubehör.
Technische Daten:
  • Gewicht: 1,8 kg
  • Länge: 41,5 Zoll
  • Auszugslänge: 27 Zoll (bei 45 lbs) – 28 Zoll (bei 50 lbs) – 29 Zoll (bei 55 lbs)
  • Zuggewicht: 45-55 lbs (Werkseinstellung: 55 lbs)
  • Standhöhe: 7,25 Zoll
Was uns zuerst auffiel war das Gewicht. Das Teil ist relativ schwer. Der Let-Off war vom Hersteller mit 60% angegeben. Fühlt sich im Auszug auch so an.
Der Bogen lässt die mitgelieferten Alupfeile mit konstanter Genauigkeit fliegen. Zum Jagen ist der Bogen aufgrund der Zugkraft und mit den richtigen Pfeilspitzen durchaus geeignet. Auch zur Signalgebung taugt er. Erlegt werden können damit zwei- und auch vierbeinige Tiere. Wobei hier mit den Zweibeinern das selbe gilt wie mit der Armbrust: Verhältnismäßigkeit. Auf engem Raum lässt sich der Bogen relativ gut bewegen, solange man genug Platz zum Ausziehen hat.
Aufgrund der relativ kurzen Nachladezeit eignet er sich auch dafür schneller zu schießen. Wie beim Jagen mit der Armbrust ist auch das Jagen mit dem Bogen in Deutschland illegal. Ansitzen und Pirschen erfordern entspechende Übung und Zeit. In der selben Zeit könnte man sinnvollere Dinge tun, Angeln zum Beispiel.
Als Gerät für den Prepper ist der Bogen, in egal welcher Form, auf jeden Fall einen Blick wert. Man kann damit praktisch überall üben (Sportgerät, nicht Waffe), vorausgesetzt man kann gewährleisten das nichts passiert und benutzt Feldspitzen. Benutzt man zum üben Jagdspitzen und man wird erwischt, ist man dran wegen
Wilderei. Und man kriegt die Pfeile nicht mehr aus dem Ziel.

Zusammenfassung

Je nachdem in welcher Umgebung man sich befindet und was man vor hat, kann eine der hier gezeigten Optionen nützlich sein. Und wenn es nur dazu da ist, Schädlinge von seinen Vorräten fernzuhalten. In der Freizeit kann damit geübt werden. Dinge wie Konzentration, Ruhe und Präzision, die auch im Notfall wichtig sind, kann man durch die Ausübung des Bogen/Armbrustsports durchaus erlangen, in gewissem Maße auch mit dem Luftgewehr. Für den Sport und die Freizeit sind also alle drei wirklich gut geeignet. Für alles andere benötigt man Übung, die man in den meisten Fällen nicht hat. Wer sich im Bogenjagen üben will, muss dies im Ausland tun. Eine Zwille trifft übrigens härter als das Luftgewehr, man braucht wesentlich weniger Platz, sie unterliegt nur unter bestimmten Bedingungen dem WaffG und Munition liegt überall rum.
Luftgewehr, Armbrust und Bogen

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