Mobiles Prepping bietet viele unterschiedliche Ansätze um im Krisenfall aus der potenziellen Gefahrenzone zu entkommen. Es ist hierbei zwar hauptsächlich wichtig das man entkommt, aber die Frage nach dem wie, läuft meistens auf einen Rucksack und viele Wegstunden zu Fuß hinaus.
Nun kann aber nicht jeder der preppt große Strecken auf diese Weise zurücklegen.
Also muss ein fahrbarer Untersatz her.

Die Vorteile sind groß, aber auch von einigen Nachteilen begleitet.
Zum einen kann man mit einem Fahrzeug in der Theorie viel schneller größere Strecken zurücklegen. Dies bietet sich in einem Kriegsfall zur Flucht von der näherrückenden Front, oder im Katastrophenfall zur Flucht aus Metropolregionen an. Metropolregionen wie sie um jeder Großstadt herum entstehen beherbergen
sehr viele Menschen und nehmen eine große Fläche ein. Viel Potential um bei Panik hoffnungslos verloren zu sein.
Nachteilig ist vor allem die Möglichkeit, das in urbanem Gelände sehr viele Menschen auf einmal den Ausweg in der Flucht suchen und die dichte Bebauung zu stark überlasteten Straßen führt. Zum anderen gibt man durch die Nutzung eines motorisierten Gefährtes einen großen Vorteil des zu Fuß fliehens auf:
Heimlichkeit.
Motorenlärm kündigt die eigene Ankunft an bevor man überhaupt in effektiver Sichtweite auftaucht.
Dementsprechend muss man sich sehr gut überlegen ob man die die Vorteile mehr schätzt als die nicht von der Hand zu weisenden Nachteile.

Welches Fahrzeug?

Effektiv bleibt es bei drei Möglichkeiten:
– Motorrad
– Auto
– Quad
Jede Option kommt mit eigenen Stärken und Schwächen, welche von unbedeutend bis zu gravierend reichen können. Dabei sollte allerdings, egal bei welchem Fahrzeug, darauf geachtet werden das die Geländetauglichkeit gewährleistet ist.
Motorrad
Das Motorrad ist klein, wendig und ist damit ideal um aus verstopften, urbanen Regionen zu entkommen. Während andere im Stau stehen, heizt man selber über den Acker davon.
Bei Cross-Maschinen hat man ebenfalls eine anderweitig unerreichte Mobilität in schwergängigem Gelände. Denn hier geht es nicht nur durch Feld und Flur, sondern auch durch Wald und Berg.
Eine ebenfalls positive Eigenschaft ist, das wenn man mal zu Fuß los muss(z.B. um Treibstoff zu besorgen), ist das Ding im null Komma garnichts versteckt. Hinlegen, Plane drüber und dann noch mit Ästen und Stöcken garnieren. Fertig ist der improvisierte Laubhaufen mit Fahrtüchtigkeit.
Und wo wir grade bei Treibstoff sind, alte Motorräder haben meist die nützliche Eigenschaft alles zu verkraften was ihnen in den Tank kommt. Alles von Heizöl bis hin zu bleibefreitem Super wird vom Motor ohne Murren gesoffen. Und Ersatzteile können auch schonmal in Eigenarbeit zusammengeschmiedet werden.
Nachteilig ist vor allem die geringe Transportkapazität, da man öfter Nachschub sammeln muss und es wahrscheinlich in einer Krise gefählich ist, alle 200km neuen Sprit zu suchen.
Zudem ist die fehlende Knautschzone, sowie mangelnde Schutzmaßnahmen für den Fahrer eine Einladung für Unglücke aller Art. Denn man sitzt im Freien. Jeder böse Lump mit nem großen Ast kann einen von der Maschine prügeln. Gilt zwar auch umgedreht, aber ist dennoch ein enormes Risiko.
Wenn man also schnell die Biege machen möchte und dabei von nichts aufgehalten werden möchte, macht ein Motorrad eine Menge Sinn. Vor allem für Stadtbewohner.
Auto
Wo das Motorrad durch seine Wendigkeit und Geschwindigkeit punktet, glänzt das Auto vor allem durch seine Transportkapazität. Grade wenn man mit mehreren Personen preppt, z.B. wenn man eine Familie hat lässt sich so ohne viel Gewese die Sippschaft in Sicherheit bringen.
Aus der großen Transportkapazität folgt auch eine sehr hohe Reichweite, da der Ersatzsprit problemlos im Kofferraum mitgeführt werden kann. So kann man mit kurzen Pausen zum Tanken und Fahrer wechseln sehr viel Strecke machen.
Ebenfalls sehr positiv ist der von Natur aus größere Schutz der Passagiere, denn während man auf einem Motorrad Wind, Wetter und anderen Menschen ausgesetzt ist, hat man hier eine Schutzzone für die Insassen. Stahl und Glas halten nun einmal mehr aus als ein Motorradanzug und geben so eine gewisse Zeit zum Reagieren.
Zusatzpunkte gibt es ebenfalls für die Fahrstabilität. Denn wo ein Motorrad durch schwierigen Untergrund mitunter schwer zu kontrollieren ist, steht das Auto durch die vier Räder viel sicherer.
Nachteilig ist hier die Größe. Wenn man im Stau steht, kommt man nicht mehr raus. Man ist der großen Blechlawine hilflos ausgeliefert. Dies kann durch einen Wohnort oder Stellplatz am Stadtrand leicht ausgeglichen werden, ist aber für Stadtbewohner dennoch ein riesiges Problem. Selbst wenn man aus der Stadt raus ist, können Wälder, zumindest abseits der Straße, einem den Tag gehörig versauen.
Denn wo das Motorrad durchpasst, bleibt das Auto oftmals hängen.
Zudem bietet man eine schöne Zielscheibe, da das größere Fahrzeug auch viel leichter zu entdecken ist.
Und das will man nicht.
Das Auto ist das Mittel der Wahl wenn man in bevölkerungsarmen oder ländlichen Regionen lebt oder in
einer Gruppe, wie z.B. der Familie preppt.
Quad
Das heilige Kind beider Welten. Klein, wendig und dennoch gute Fahrstabilität. Man kann sich, wie beim
Motorrad, ohne Probleme am Stau vorbeischlängeln. Und durch die vier Räder und die Größe des Fahrzeugs
lässt sich mehr Zeug transportieren. Mehr Transportkapazität bedeutet wieder mehr Reichweite.
Beim Preppen in der Gruppe mit mehreren Fahrzeugen können zudem mit zwei dieser Dinger ein Auto aus dem Matsch gezogen werden. Und auch durch Wälder mit größerem Baumabstand kommt man noch hindurch.
Negativ kommt hier ebenfalls wieder der mangelnde Schutz zum Vorschein. Keine Knautschzone und nichts
um den Fahrer anderweitig zu schützen.
Wenn man allerdings alleine unterwegs ist und gute Reichweite mit Wendigkeit kombinieren will, ist das
Quad immer eine gute Wahl.

Achtung

Finger weg von Militärfahrzeugen oder Fahrzeugen die militärisch wirken. Wenn man ein Militärfahrzeug rumstehen sieht, dann bleibt es auch stehen.
Im Kriegsfall verwandelt man sich damit vom Zivilisten in einen Milizionär. Und wo Zivilisten eher noch mit Samthandschuhen angefasst werden, da fliegen dem militant wirkenden Genossen schon die Schnellfeuerkobolde um die Ohren. Merke:
Das Militärfahrzeug fährt vielleicht gut, aber die Rakete fliegt schneller.
Das Bug Out Fahrzeug

Comments

comments

Das könnte dir auch gefallen