Das Anlegen von Vorräten ist eine der wichtigsten Dinge beim Preppen.
Nahrung, Wasser und was sonst noch. Aber wenn man das Internet und den Einzelhandel durchstöbert stellt man ganz schnell fest:
Verdammt ist das teuer!
Wenn wir als Beispiel einzelne Gerichte der Marke Mountain House nehmen, dann ist man für eine Portion Fertigfraß gut und gerne mal 12€ los. Eine Portion, für eine Person. Das reicht für ein Essen im Restaurant.
Aber es geht auch günstiger.

Der Nährwert machts

Nicht nur satt werden muss drin sein, sonst könnt man schließlich auch Pappe fressen. Und da das sehr schnell zu einer Mangelernährung führen würde, fällt das schonmal weg.
Wenn wir beim Beispiel von Mountain House bleiben, liegen wir bei einer Portion bei 500 Kalorien. Ganz schön mickrig, wenn man den Preis bedenkt. Eine Knorr Spaghetteria liefert 640 Kalorien.
Reis liefert bei einer Portion(ungefähr 125g) ungefähr 162Kalorien und Thunfisch in Öl hat pro Dose 384 Kalorien. Das ist auch eine Mahlzeit. Und nahrhafter als sowohl das teure Trekking-Essen. Wenn man um den Geschmack zu verbessern den Reis in Brühe kocht, kommen nochmal 8 Kalorien dazu. Das ist ein Essen das einen viel weiter bringt als das andere Zeug. Hier und da noch Nüsse und Trockenobst für die Spurenelemente, Vitamine und Fettsäuren essen, dann ist man gut versorgt.

Sparen wie ein Profi

Für viele sind Nährwertangaben ein unverständlicher Wirrwarr aus Zahlen, die eh nur dafür verwendet werden um rauszufinden wieviel Zucker etwas enthält. Aber der Preis spricht eine ganz andere Sprache, wie man schnell erkennt. Also stellen wir mal ein wenig gegenüber wie viele Mahlzeiten man machen kann wenn man sich die „Einzelteile kauft und selber zusammenbaut.
Ein Sack Reis mit 10 Kg kostet beim Asiaten des Vertrauens ungefähr 15€. Dafür bekommt man aber auch 80 Portionen, die bedeuten das man den Grundstoff für 80 Tage Mittagessen hat. Jetzt isst man aber nicht nur den Reis, sondern will auch was dazu. Bleiben wir beim Beispiel vom Thunfisch. Thunfisch von Discountermarken kostet pro Dose 1,29€. Bei einer Versorgung für 80 Tage wären das 103,20€. Dazu noch Brühwürfel, bei der eine Packung 12 Stück enthält, für 0,49€.
Für 80 Tage sind das 3,43€. Zusammen hat man so 121,69€ für diese Zeit, oder 1,52 pro Tag. Davon bekommt man gerade einmal 10 Stück von dem teuren Zeug mit weniger Nährwert.

Vorräte, die für 12€ kaufen kann

12€ sind ne Menge bei den aktuellen Preisen für Lebensmittel. Allerhand Discountermarken und der ständige Preiskampf um den Mampf drücken diesen immer weiter nach unten. Man kommt so auf:
  • 30 Packungen Nudeln mit je 1750 Kalorien
  • 16 Dosen Hering in Tomatensauce mit je 446 Kalorien
  • 12 Gläser Letscho mit je 1217 Karoien
  • 17 Dosen Erdnüsse mit je 1222 Kalorien
  • 48 Packungen Instantnudeln mit je 399 Kalorien
  • 34 Packungen Mehl mit je 344 Kalorien
  • 13 Packungen Müsliriegel mit je 832 Kalorien
  • 24 Gläser Apfelmus mit je 409 Kalorien
Und das alles zusammen würde man für den Preis von 8 Mahlzeiten der teuren Preppingmarke bekommen.

Aber die Zeit!

Manch einer mag hier vielleicht argumentieren, das man hierbei alles noch extra zubereiten muss, wohingegen bei der Trekkingnahrung einfach nur heißes Wasser drauf kommt. Aber ehrlich gesagt, wenn man sich wegen einer größeren Katastrophe oder sonst irgendwas für lange Zeit in seiner Wohnung verkriechen muss, dann wird wahrscheinlich auch Strom und der ganze andere technische Firlefanz flöten gegangen sein. Und dann verbringt man keine Zeit damit auf ein nutzloses Smartphone zu starren oder den nicht funktionalen Fernseher zu benutzen. Höchstens mal das Kurbelradio wieder aufladen und auf Durchsagen warten. Dann hat man genug Zeit um nebenher auf dem Kocher nen Essen zu zaubern.
Im Falle der totalen Apokalypse mit Loot-Touren und allem anderen hat man aber auch noch genug Zeit, denn niemand wird den ganzen Tag draußen rumrennen.

Selbstgemachte MRE

Wenn man jetzt aber mit dem Fokus auf die Flucht preppt, dann sind die Fertigdinger praktisch, aber man kann sich ja selber MRE’s machen. Geht eigentlich ganz leicht und braucht nicht viel. Das wichtigste ist, das die Mahlzeiten abgedeckt sind und man genug Energie für den Marsch hat.
Zum Frühstück gibts 2 Müsliriegel um den Tag mit Schwung zu starten. Als alternative zu den gekauften Dingern kann man sich die selber machen, z.B. in Form von Flapjacks. Haferriegel mit Zucker und ein paar getrockneten Früchten drinne.
Zum Mittag gibts Reis mit Thunfisch in Brühe und einen Müsliriegel als Nachtisch.
Als Abendessen dient eine Instantnudelsuppe gepaart mit Trockenobst und Nüssen.
Natürlich hat man den Vorteil bei selbst gestalteten MRE’s, das man die Nahrungsmittel frei variieren kann. So kann man anstatt von Reis auch Hirse, Bulgur oder Griess verwenden. Und wenn es einen juckt findet auch noch der eine oder andere Schokoriegel und Kaffee oder Tee Platz.
So kann man eine Verpflegung von drei Tagen zusammenstellen und kommt so nicht einmal auf die 12€ der fertigen MRE für eine Mahlzeit.
Vorräte

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