Manchmal hat man keinen Strom. Und kein Holz. Und die Sonne brutzelt einem den Hintern.
Außerdem machts Spaß und man kann was bei lernen. Der selbst gebaute Solarkocher in 1.0 und 2.0 (ohne Updates von Microschuft) ist ein lohnenswertes Projekt. Zumal man schon mal davon gehört haben könnte. Wir erklären dir beide.

Der Solarkocher 1.0

Was du brauchst:
  •  PKW-Sonnenschutzmatte (oder Kälteschutz, wie mans nimmt)
  •  Grill, entsprechendes Drahtgestell
  •  ca. 12 cm Klettverschlussband
  •  schwarzer Topf
  •  Blecheimer
  •  Plastiktüte (Gefrierbeutel)
Wie du ihn baust:

Leg die Sonnenschutzmatte vor dich, kürzere Seite nach unten. Schneid das Klettband in drei Teile zu je ca. 4 cm. Kleb das dann auf den unteren Rand der Sonnenschutzmatte, eine Seite (von der Mitte aus) das Flauschband, andere Seite das Klettzeugs. Klettband zusammendrücken, so das du sowas wie einen Trichter hast. Setz das auf den Blecheimer (respektive Mülleimer). Pack jetzt den Grillrost auf den Eimerrand, auf dem der Schutzmattentrichter liegt. Da kommt jetzt der Topf drauf, den du vorher noch in die Plastiktüte steckst. Der Trichter kann in Richtung Sonne gedreht werden, dann staut sich Wärme im Plastikbeutel und erwärmt was im Topf ist. Aufgewärmtes Essen ohne Mikrowelle.

 

Der Solarkocher 2.0

Eher ’ne Durchschlageübung in Sachen Energiewirtschaft und Recycling.

Was du brauchst:
  •  Haufen CD’s oder anderes stark reflektierendes Material
  •  alte Satellitenschüssel
  •  bisschen Alustange oder sowas (2 m)
  •  Lochblech
  •  Schrauben und Muttern
  •  Geduld
  •  Kantholz

Wahlweise anders:

– eine nahezu lächerlich enorme Fresnel-Linse (min. 1×1 Meter)

Wie du ihn baust:

Das wird übel. Wirklich. Das reflektierende Material wird in die Satellitenschüssel geklebt oder geschraubt. 
Wenn du CD’s nimmst dann musst du bohren und schrauben. Bei Alufolie natürlich kleben. Mach das möglichst sauber und gleichmäßig von der Mitte nach außen. Jetzt bau dir aus Aluprofil (Vierkantrohr geht gut) einen Dreibein in die Schüssel und aus Kantholz ein Dreibein (oder so) unter die Schüssel. Platziere den Alu-Dreibein so auf der Schüssel, das die zusammenlaufende Spitze etwa 20 cm über dem Brennpunkt deines selbst gebauten Parabolspiegels liegt. Jetzt nimm einen Grillrost, tüdel den an der Spitze mit dem Lochblech fest und lass braten. Viel Spaß. Vergiss die Magentabletten nicht.

Wahlweise andere Version

Bau einen Holzrahmen für die lächerlich große Fresnel-Linse. Die Dinger sind flach und aus Kunststoff, aber sehr leistungsfähig.
Der Holzrahmen sollte so angelegt sein, das der Brennpunkt der Linse etwa eine Hand breit über dem Boden ist. Egal was du jetzt da hinstellt, das wird bei Sonneneinstrahlung mächtig mächtig warm. Dafür brauchst du auch keine Magentabletten. Viel Spaß beim basteln.

DIY Solarkocher

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