Alles von Wert muss versteckt sein. Seien es die Ersparnisse für die Zukunft, ein Stash für die Apokalypse oder einfach nur Sachen die niemand sehen soll, weil man sonst Freunden oder Familie unangenehme Fragen beantworten muss.
Aber was ist ein gutes Versteck, das sowohl niemandem ins Auge fällt, als auch den Inhalt schützt?

Was macht ein gutes Versteck aus?

Es gibt einige Kriterien zu beachten, wenn man möchte, das der Schatz sicher auf die Abholung wartet und man nicht mit kaputten Träumen endet. Es muss gewährleistet sein, das:

  •  der Ort unbeweglich ist
  •  in Zugriffsreichweite liegt
  •  kein typisches Versteck ist

Unbewegliche Orte

Vergiss den Spaß mit dem ausgehöhlten Baumstamm oder das leerstehende Industriegebäude. Das sind Orte, die ohne Vorwarnung verschwinden können. Wenn sich nämlich plötzlich die Straßenmeisterei auf ihre Arbeit besinnt und Totholz entfernt, dann steht man vor nem Baumstumpf. Und wenn man Industrieruinen oder das leerstehende Haus in der Nachbarschaft versucht kann es immer vorkommen, das sich ein Investor findet oder sich die Erben auf einmal auf einen Verkauf einigen. Dann ist da nen Bauzaun und das Versteck weg. Also Pfoten weg! Bewegliche Verstecke bleiben dennoch eine Alternative, wenn sie im eigenen Zuhause sind. So hat man zwar dennoch das Risiko, dass das Zeug abhanden kommt, aber so kommt das halt nicht durch zufällige Scheiße zustande.

Zugriffsreichweite

Was bringt einem gebunkertes Zeug wenn man dafür erstmal mehrere Stunden durch die Landschaft gurken muss? Es ist ein Irrglaube das man wichtige Dinge am besten weit weg von sich aufbewahrt. Denn es ist schon etwas auffällig wenn man zwei mal im Monat ohne Begründung irgendwo hinfährt um Zeug zu verstecken. Die eigenen vier Wände liefern schließlich viele gute Verstecke an denen allerhand Zeug verschwinden kann. Ansonsten bieten sich Örtlichkeiten an, die du schnell ohne Fahrzeug erreichen kannst.

Unoffensichtlichtkeit

Da denkt man, das man ein gutes Versteck gefunden hat und bunkert prompt sein gesamtes Geld in der Matratze, da ja noch niemand auf diese clevere Idee gekommen ist. Nicht. Wenn etwas seit Generationen als Versteck verwendet wird oder in jedem zweiten Krimi benutzt wird, dann ist es kein gutes Versteck. Denn der Berufs-Einsteiger wird viel Zeit haben und kennt diese Verstecke auch, oder hat sich zumindest viele Gedanken darüber gemacht wo er wertvolles Zeug finden kann.

Verstecke

Steckdose/Lichtschalter

Moderne Trockenbauweise hat Vorteile, die man sich zunutze machen kann. So sind die Aussparungen sehr großzügig gestaltet und haben oft große Kabelschächte dahinter in denen vor allem kleine Dinge wie USB-Sticks sehr schnell verschwinden. Bevor man anfängt sollte man natürlich den Strom abschalten, ansonsten gibt es gegrillten Prepper. Dann einfach die Verkleidung mit nem Schaubendreher abnehmen und Zeug verstecken. Wenn ein großer Kabelschacht dahinter ist, das Zeug gut einpacken, mit einer Schnur verbinden und an der Halterung der Steckdose/des Lichtschaters befestigen. Darauf sollte kein Strom fließen und so auch keinen Brand auslösen. Dann einfach nur noch die Abdeckung wieder drauf pappen und schon hat man kleineres Zeug versteckt.

Der doppelte Boden

Der doppelte Boden in Schubladen wird zwar auch gerne in Film und Fernsehen verwendet, ist aber keine Geschichte mit der irgendjemand rechnet. Hierfür braucht man eigentlich bloß zwei kleine Blöcke um den Abstand gleichmäßig zu halten und natürlich den falschen Boden. Hier gilt aber:
Weniger ist mehr! Denn wenn man mit bloßem Auge erkennt, das die Schublade innen nur halb so hoch ist wie außen dann weckt das Misstrauen. Also nur mäßig große Verstecke machen und davon dann mehr.
Ganz findige Gesellen der langen Finger nehmen nun aber die Schubladen raus und schütten den Inhalt auf den Boden. Das kann man nurch Klettverschluss oder Magnete verhindern die den falschen Boden mit der Schublade verbinden. Dennoch ist es mit Vorsicht zu genießen, denn wenn die Schublade durch heftiges Durchsuchen zerstört wird, ist auch das Versteckte im Freien und gefunden.

Die Rigipswand

Kennste? Kennste!
Das tolle an Rigipswänden ist das sie wie richtiges Mauerwerk behandelt werden. Das gibt einem viele Möglichkeiten um auch größere Dinge zu verstecken. Hier besteht die Möglichkeit sich eine Rigipswand mit Hohlraum dahinter zu suchen und diese zu präparieren. Hierzu muss man ein Loch in die Wand machen. Das muss keine sauberen Kanten haben oder so. Einfach nur nen Loch inner Wand. Dann versteckt man sein Zeug.
Jetzt geht der Spaß los. Man nimmt sich Glasfaser-Gewebeband und klebt das Loch zu. Nur noch übertapezieren oder malern und schon sieht die Wand wieder stinknormal aus. Und wenn man an das Zeug ranmöchte, greift man einfach nur durch. Keine große Kraft notwendig.

Der Leitungsschacht

Man nehme ein Mehrgeschossiges Wohnhaus, eine Angelsehne, einen wasserdichten Beutel und das zu Versteckende. In den meisten Mehrfamilienhäusern liegt irgendwo in Badezimmernähe ein Schacht, durch den die Wasser- und Abwasserrohre führen. Dies kann man sich zunutze machen. Ein kleines Loch in die Wand und das wasserdicht verpackte Gut an der Angelsehne den Schacht herunterlassen. Das ganze dann elaborat zumachen, z.B. durch einen Spiegel abdecken und schon ist ein Versteck geschaffen über das niemand zufällig stolpert.

Die Bade/Duschwanne

Sollte jeder Zuhause haben und sollte gekonnt von jedem Neugierigen ignoriert werden. Und was auch sehr gerne vergessen wird, ist das unter der entsprechenden Wanne ein Hohlraum ist. Dieser ist meist nur durch Fliesen vom Rauf getrennt und sehr leicht zugänglich. Je nachdem wie groß die Wanne ist, fällt natürlich auch der Hohlraum aus der zur Verfügung steht. Es kommt vor allem im Mietswohnungen vor, das ein herausnehmbares Wandsegment unter der Wanne ist, das normalerweise für Wartungsarbeiten da ist. Dadurch kommt man noch leichter an sein Zeug ohne das Versteck offensichtlicher zu machen.

Eletrogeräte

Elektrogeräte wie Kühlschnränke oder Waschmaschinen haben an den Türen oder Wänden meist nur leicht zu entfernende Plastikschalen oder Bleche. Dahinter befindet entweder ein Hohlraum oder leichtes Füllmaterial. Einfach das Füllmaterial entfernen, den Hohlraum füllen und wieder zu machen. Bei den Platikschalen kann ein bisschen Kleber notwendig werden, aber den sollte man auftreiben können. Und in funktionierenden Elektrogeräten sucht niemand nach irgendwas. Allerdings sollte man kein Geld darin bunkern, denn wenn der freundliche Einbrecher aus der Nachbarschaft einem die Elektrogeräte klaut, ist das Geld gleich mit weg. Und das wollte man ja eigentlich vermeiden.

Deckenplatten

Bei vielen Plattenbauten sind die Flurdecken mit solchen viereckigen Kacheln bedeckt die nur lose auf einem Gestell liegen. Darüber befindet sich ein Hohlraum von ca.30-40cm, der nur darauf wartet vom findigen Versteckerling benutzt zu werden. Einfach anheben, Tasche mit Zeug reinstellen und wieder zu machen. An diesem Ort sucht niemand nach irgendwas. Denn wer rechnet damit das irgendwas wichtiges an einem öffentlichen Platz versteckt wird? Niemand, denn unter normalen Umständen ist ein Hausflur der letzte Ort an dem jemand irgendwas verstecken würde.

Nachrichten sicher übermitteln

Wenn es allerdings darum geht, das man Nachrichten zu versteckt zu übermitteln, dann kommt man meist nicht drumherum dies draußen zu tun, denn wenn jemand die Nachricht abholen kommt, ist das offensichtlich. Und es malt einem ne Zielscheibe auf den Rücken, also muss die Nachricht den Empfänger erreichen, ohne das beide Personen zur selben Zeit am selben Ort sind. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Deaddrop Spike. Ein Rohr, in dem eine Nachricht auf Papier draußen fallen gelassen werden kann ohne das Wasser oder Ähnliches Schaden daran anrichten kann. Beitrag dazu

Fazit

Es zeigt sich also, das auch die eigenen vier Wände, bzw. das Wohnhaus viele Möglichkeiten bietet etwas zu verstecken. Und zwar so, das so schnell keiner das versteckte findet. Es besteht natürlich immer die Möglichkeit das diese Verstecke bekannt sind oder gefunden werden, aber es ist immernoch besser als wenn es einfach nur rumliegt.

Verstecke

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