So, Apokalypse vorbei, weit und breit keine Apotheke in Sicht und man hat sich erstmal schön ne Grippe eingefangen. Und nicht irgendeine Grippe sondern die Mutter aller Grippen. Das endet schonmal ganz schnell mit einem vorgezogenen Ableben. Es ist erschreckend wie dürftig die Auswahl an Medikamenten wird, wenn
das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Tabletten überschritten wird.
Denn obwohl man vieles hört das man Medikamente auch nach MHD noch benutzen kann, sollte man dies tunlichst vermeiden. Es kann nicht nur vorkommen, das die Wirkung verschwindet, sondern auch das die eigentlich helfende Mischung von Wirkstoffen zu einem potenten Gift geworden ist. Also muss eine Alternative her, die auch ohne Labor hergestellt werden kann.

ACHTUNG!! LESEN!!

In keinem Fall ersetzt das hier vorgestellte Präparat ein richtiges Medikament aus der Apotheke. Es ist lediglich ein Notnagel für Zeiten in denen man nicht einfach mal einen Arzt konsultieren kann. Die Wirkung ist keinesfalls garantiert! Und für erlittene Schäden aufgrund von Unverträglichkeit übernehmen wir keine Haftung.

Die Antibiotika aus der Küche

Die Grundrezeptur dieses Präparats stammt schon aus dem Mittelalter und wurde über die Zeit hinweg nur um weitere Pflanzen erweitert. Man sagte diesem Mittel schon damals die Heilkraft gegen alle Möglichen Krankheiten und sogar der Pest nach. Inwiefern dies der Wahrheit entspricht kann man am Verlauf der Pest im späten Mittelalter allerdings erkennen.
Aber die antibiotische Wirkung ist aufgrund der Inhaltsstoffe dennoch garantiert. Fast alle Inhaltsstoffe dieser Rezeptur kann problemlos selber anbauen weswegen man einen nahezu unbegrenzten Vorrat von dem Zeug anlegen kann.

Die Zutaten

  • 700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
  • 25 g Knoblauch – schälen und reiben
  • 70 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
  • 17 g frische Pepperoni/Chili (ca. 2 Stück) – kleingeschnitten
  • 25 g frischer Ingwer – waschen und fein reiben
  • 15 g frischer Meerrettich – schälen und fein reiben
  • 27 g frische Kurkumawurzeln – waschen und fein reiben
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Blütenhonig
Apfelessig wird seit der Antike gegen Krankheiten aller Art verwendet. Schon Hippokrates verwendete diesen gegen allerlei Leiden. Heutzutage weiß man, das dies an der enthaltenen Säure und der durch enthaltenes Pektin geförderten Durchblutung liegt. Das im Knoblauch enthaltene Allicin und die Sulfide der Zwiebel wirken genauso wie das Capsaicin aus den Chilis antibakteriell und virentötend. Im Ingwer, Kurkuma und Meerrettich behinhalten starke ätherische Öle, welche zum einen antibakteriell wirken, zum anderen auch die Atemwege von starkem Schleim und Krankheitserreger befreien. Schwarzer Pfeffer wirkt stark entzündungshemmend und durch eine ähnliche Zusammensetzung wie Kurkuma steigert es dessen Bioverfügbarkeit(bedeutet, dass das Kurmin des Kurkumas nicht auf einmal vom Körper verarbeitet wird, da dieser gleichzeitig mit dem Pfeffer beschäftigt ist, wodurch das Kurmin länger im Körper zur Verfügung steht). Honig wirkt ebenfalls antibakteriell und gibt dem ganzen Gemisch einen angenehmeren Geschmack.

Zubereitung

Zuerst mischt man alle Zutaten außer den Apfelessig in einer Schüssel, bis diese gut durchmengt sind. Nun gibt man das Gelumpe in ein Einmachglas und gießt mit dem Apfelessig auf. Unbedingt darauf achten, das der Apfelessig den Rest komplett bedeckt, damit man nichts verschwendet. Nun den Deckel drauf und gut schütteln. Dann erstmal ab in die Vorratskammer, da das ganze kühl und trocken lagern muss. Hier bleibt das Zeug für zwei Wochen stehen und wird zwischendurch nur ein paar mal gut geschüttelt.
In dieser Zeit nimmt der Apfelessig die Wirkstoffe aus den restlichen Zutaten in sich auf und konzentriert all das in der Flüssigkeit. Jetzt muss das ganze nur noch abgegossen, gesiebt und in eine Flasche gefüllt werden. Jetzt kann das ganze bei kühler und dunkler Lagerung für mehrere Monate verwendet werden. Durch die vielen antibakteriellen Inhaltsstoffe und die Säure des Apfelessigs konserviert sich diese Mixtur praktischerweise selbst. Wenn man die Flasche allerdings aufmacht und sich der Geruch verändert hat, kann man davon ausgehen, das man es nicht mehr verwenden sollte.

Anwendung

Die Anwendung kann sowohl extern bei Verletzungen oder Entzündungen, als auch intern bei Zahnschmerzen, inneren Entzündungen, und allen Krankheiten verwendet werden. Zu beachten sind allerdings auch mehrere Dinge.
Wenn man scharfes Essen nicht verträgt, sollte man erst einmal austesten wie man es verträgt, da viele der verwendeten Zutaten eine gewisse Schärfe mit sich bringen. Wenn man es nicht verträgt muss man das Mittel verdünnen bis der Körper keine großen Abwehrreaktionen wie Durchfall zeigt.  Am besten bleibt die Wirkung allerdings in konzentrierter Form.
Stillende Frauen sollten vermeiden das Mittel zu verwenden, da die starken Geschmacksstoffe in von der Muttermilch übernommen werden und man so dem Kind die wichtigen Mahlzeiten unschmackhaft macht.
Wenn man dann krank ist, dann sollte man fünf bis sechs mal pro Tag einen Esslöffel davon schlucken.
Und wenn das Zeug dann schon zwei Monate rumsteht und man scharfes Essen mag, kann es immernoch als leckeres Gewürz verwendet werden.

Kollodiales Silber

Schachfug und Nutzen
Kollodiales Silber wird seit Jahren als Wundermittel für alle möglichen Wehwehchen angepriesen, die in den meisten Fällen nicht einmal bewiesen werden können. So kann es alles machen, von Krankheiten heilen, über die Verwendung als Nasenspray, bis hin zum Entgiften des Körpers. Wie gesagt, keine nachgewiesene Wirkung, außer, das es bei langzeitiger Verwendung die Haut zu einem blassen Blaugrau verfärbt. Kann man aber vermeiden, wenn man das Zeug nicht andauernd schluckt oder in die Nasenschleimheute ballert. Wir empfehlen die Verwendung bei Entzündungen oder Verletzungen am Körper oder im Mundbereich, da hierfür die Wirkung auch nachgewiesen ist.
Was man braucht
  • 2 Silberstäbe mit möglichst großer Reinheit
  • 1 Netzteil mit über 24V Spannung und möglichst geringer Stromstärke
  • 1 Lüsterklemme
  •  destilliertes Wasser
  •  Glasgefäß
Das Ganze funktioniert nach dem Prinzip der Elektrolyse, wobei man das destilierte Wasser über den Stromfluss mit Silberionen anreichert. Das Wasser muss dafür allerdings frei von allen anderen Ionen sein, da der Vorgang sonst nicht klappt. Damit der Strom aber fließen kann, muss man noch das Netzteil präparieren. Man schneide hierfür das Kabel durch und franselt die beiden Pole getrennt in die Lüsterklemme. Nun eumelt man noch die Silberstäbe in die Lüsterklemme rein und fertig ist die Vorbereitung.
Machen
Jetzt füllt man das destillierte Wasser in das Glas und hängt die Silberstäbe rein. Nur noch den Stecker in die Steckdose und dann heißt es warten. Denn jetzt lösen sich die Silberionen von den Silberstäben und verteilen sich im Wasser. Man selbst muss nur darauf achten, das man die richtige Konzentration von Silberionen erreicht. Das kann man in Zahlen fassen, aber da niemand das entsprechende Gerät Zuhause hat, lass ich sie weg. Wir gehen nach der Faustregel:
Wenn das Wasser anfängt milchig/silbrig zu werden hat man die gewünschte Konzentration erreicht. Fertig.
Wenn man den Vorgang beschleunigen möchte kann man das Wasser vorher auf ungefähr 50°C erwärmen, dann wandern die Ionen am besten.
Antibiotika DIY

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