Ihr kennt ja vielleicht den ÜGü von Rüdiger Nehberg. Oder das Allzeit-Bereit-Päckchen von den Pfadis. Ich hab meinen persönlichen Survival Kit mal für euch rausgeholt. Vorgestellt hatten wir ihn ja schon mal  auf unserer Seite Tacticalatzengear.de.
Manchmal gehen die Dinge seitwärs. Dann braucht man sowas. Hier ist meiner.
Aber zuerst mal: Wann braucht man einen Survival Kit? Oder braucht man überhaupt einen?
Antwort: Immer und Ja. Immer, weil man nie ahnen kann, wann die Dinge einen etwas unangenehmen Verlauf nehmen und „Ja“ weil keiner von uns in die Zukunft sehen kann und schlimme Sachen jedem passieren können, egal wer man ist.

Mein Kit besteht aus:
  1.  Lunchdose aus Edelstahl (keine Plastikteile)
  2.  Feuerzeug
  3.  Watte-Paraffin-Zunder
  4.  Müllsack (120 Liter, multifunktional)
  5.  Schnur (10 Meter)
  6.  Messer
  7.  Einwegponcho
  8.  Schmerztabletten
  9.  Flasche Bulgur (etwa 150 Gramm)
  10.  Brühwürfel
  11.  Verbandpäckchen
  12.  Mylar-Decke
  13.  Panzertape
  14.  Tasche
  15.  Mini-Rucksack
  16.  Handy-Gürteltasche (ist sehr sehr dehnbar)

Survival Kit – Last Line of Survival

Wenn du deinen Survival Kit brauchst, dann meist nicht um die Situation zu überleben, aus der du grade gekommen bist. Du stehst also nach dem Fiasko mit deinem Kit da und musst deine Grundbedürfnisse decken. Oder? Nö. Erstmal wird geguckt ob man verletzt ist. Ich habe für kleine Grobheiten ein Dreieckstuch und ein Verbandpäckchen mit Kompresse dabei. Mehr nicht.
Pflaster haben mir noch nie viel genutzt, alles andere wäre zu groß oder zu viel. Wenn man festgestellt hat, das noch alles dran und nichts wo drin ist, wo nix reingehört, dann kommt der nächste Schritt – Auspacken.

Das Überleben fängt an

Ich würde jetzt erstmal die Tasche aufmachen und den Kit rausnehmen. Alles was wichtig ist kommt in die Taschen an den Klamotten. Messer wird mit Schnur entweder am Gürtel oder als Neckknife getragen. Feuerzeug kommt in die Handy-Gürteltasche, zusammen mit den Schmerztabletten. Der Rest kommt in den aufgemachten Faltrucksack. Jetzt wird die Richtung festgelegt, in die man abhauen will.
Es gibt verschiedene Methoden dafür, meine Lieblingsmethode ist die mit der Uhr. Guckt ruhig mal auf unserer Seite danach. Falls du dich fragst, warum ich die Sachen nicht einfach in die Hosentasche stecke – Hosentaschen haben Löcher. Oder man hat erst gar keine an. Und der Handygürtel braucht nie abgenommen oder ausgezogen werden und ist auch nicht im Weg.

Essen aus dem Survival Kit

Wenn man groben Kohldampf schiebt ist man mit den meisten kommerziellen Survival Kits oft angeschmiert.

Essen Kochen leicht gemacht

Da sind zwar Angelhaken drin, aber wer hat schon die Zeit zum angeln? Ich hab überhaupt keine Ahnung davon. Aber deshalb ist ja Bulgur dabei. Das kann einfach mit den Brühwürfeln in der Lunchbox kochen. Schmeckt und gibt einigermaßen gut Energie. Klar könnte ich jetzt noch Trockenfleisch oder so mitnehmen, aber dann müsste ich dauernd daran denken das MHD nicht zu überschreiten. Außerdem hält Trockenfleisch nicht lange bei mir^^.

Man kann noch aufstocken mit dem, was man unterwegs findet/klaut/erbettelt/mitnimmt. Natürlich klaut hier keiner, das wäre ja schrecklich.

Ein Heim aus der Tasche

Meine Unterkunft kann ich mit dem Poncho, dem Müllsack und der Mylar-Decke bauen. Geeignete Lagerstelle finden, genug Feuerholz zusammensuchen, Lager bauen. Den Poncho als Tarp (Kapuze mit Tape verschließen), die Mylar-Decke kommt dann direkt unter den Poncho geschnallt (oder wird wirklich als Decke benutzt). Den Müllsack füllt man mit Blättern oder Gras oder sowas, dann hat man gute Isolation vom Boden. Oder man pennt darin, und häuft vorher einen Laubhaufen auf in den man den Müllsack reinsteckt. Aber ich find n Feuerchen geiler, außerdem erhöht das die Chancen gefunden zu werden (wenn man das will).

Fazit

Es ist eigentlich nicht viel was man braucht. Und der Survival Kit soll es mir ermöglichen, aus einer ernsthaft misslichen Lage mit möglichst heiler Haut rauszukommen. Mein Zeugs tut genau das für mich. Skills hin oder her, wenn man die Möglichkeit hat, es sich leichter zu machen, dann sollte man das auch tun. Die Tasche ist auch nicht wirklich so groß, das sie nirgends Platz hat. Ich kann sie einfach umhängen oder am Gürtel tragen, wenn ich den BOB abgelegt habe. Man steht also nie wirklich mit runtergelassenen Hosen da.
Mein persönlicher Survival-Kit

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