Man ist auf der Flucht, hat sich in der Wohnung verbarrikadiert oder hat einfach nur so Langeweile und weiß nicht was man mit sich anfangen soll. Was also tun wenn besagte Langeweile drückt? Ein Spiel spielen, wofür man keine Karten, Bretter oder Sonstiges benötigt.

Die Spiele

Sollten wenn möglich nur das benötigen, was man in seiner unmittelbaren Umgebung finden kann und einfache Regeln haben, das jeder sie versteht. Unter diesen Bedingungen stößt man auf Spiele, die schon seit ewigen Zeiten gespielt werden und dennoch ein großes Maß an Zeitvertreib liefern. Darunter zählen:
  •  Solitär
  •  Kalaha
  •  Alquerque
Diese Spiele sind alle leicht zu lernen, benötigen keine Spielbretter und haben keine allzu lange Spieldauer. Dadurch eignen sie sich auch in Situationen, wo man einfach nur ein bisschen abschalten will. So wird zum Beispiel der Abend nach dem Lagerbau bis zum Schlafen gut überbrückt wenn man auf der Flucht ist.
Als Spielfelder eignen sich auf dem Boden Markierte Felder und als Spielsteine eignen sich einfache Steine oder Baumnüsse(Eicheln, Kastanien, Kiefernzapfen).

Solitär

Ein weithin bekanntes Spiel, das mehrere mögliche Spielfeldformen zulässt. Die gängigste von diesen ist das englische Feld, das wie ein gleichseitiges Kreuz angeordnet ist(beide „Balken“ sind gleich lang).
Das „Spielbrett“ besteht aus 33 Feldern die in einem 9-Feld-Block in der Mitte und an jeder Seite mit einem zweireihigen 6-Feld-Block angeordnet sind. Nachdem dies vorbereitet ist, plaziert man 32 „Spielsteine“ auf jedem außer dem mittleren Feld.
Nun ist es das Ziel alle bis auf einen Stein vom Spielfeld zu löschen. Dies kann man erreichen in dem Mann einen Spielstein über einen anderen auf ein leeres Feld zieht. Der „übersprungene“ Stein wird dadurch gelöscht. Diagonale Züge sind hierbei nicht gestattet. Gewonnen hat man das Spiel indem man einen Stein auf dem mittleren Feld übrig hat.
Bei dem Spiel zu zweit wird abwechselnd eine Bewegung gemacht bis ein Spieler keinen Stein mehr „löschen“ kann, wodurch der andere gewinnt.

Kalaha

Es zählt zu den Mancala-Spielen, die die ältesten nachgewiesenen Spiele der Menschheit sind und quer über den Globus verteilt vorkommen. Kalaha ist eine moderne Variante dieser Spiele die Regeln aus mehreren anderen zusammenfasst.
Man benötigt hierfür nur 14 zweireihig auf dem Boden angeordnete Felder/Kuhlen. Also zwei Reihen a 6 Felder mit 2 großen Feldern(Kalaha) auf den Seiten. Die Kalaha auf der rechten Seite eines Spielers gehört diesem und ist sein „Gewinnfeld“. In jeden der kleinen Felder werden nun mindestens 3 Spielsteine hineingegeben. Es können auch mehr Steine pro Feld verwendet werden, wodurch sich allerdings die Schwierigkeit und die Spieldauer erhöhen.
Die Regeln sind denkbar einfach:
  1. -In einem Zug nimmt der aktive Spieler alle Spielsteine aus einem seiner Felder und legt gegen den Urzeigersinn in jedes Feld einen Stein(sowohl eigene Felder, die eigene Kalaha und gegnerische Felder). Einzig die gegnerische Kalaha wird ausgelassen. Wenn der letzte Stein in der eigenen Kalaha abgelegt wird hat sich der Spieler einen Zusatzzug verdient.
  2. -Sollte der letzte Stein des Zugs in ein leeres Feld des aktiven Spielers gelegt werden, kann dieser das gegenüberliegende Feld des Gegenspielers „leerräumen“ und die Steine in die eigene Kalaha legen.
  3. -Wenn ein Spieler keine Steine mehr auf seiner Seite hat, kann sein Gegner alle seine übrig gebliebenen Steine in die eigene Kalaha legen. Derjenige mit den meisten Steinen in der eigenen hat gewonnen.

Alquerque

Ist ebenfalls ein sehr altes Spiel, das in der Antike im Mittelmehrraum sehr beliebt war. Es ist der Vorgänger des modernen Damespiels, unterscheidet sich aber nicht unerheblich in seiner Spielweise. Zum einen ist das Spielfeld kleiner und besteht aus 5×5 Feldern. Diese Felder sind durch je 5 senkrechte und waagerechte, sowie durch 6 diagonale Linien verbunden. Jeder Spieler hat 12 Spielsteine die auf allen außer dem mittlerenFeld in „L-Form“ plaziert werden.
Im Gegensatz zur Dame steht ebenfalls das Zugverhalten der Steine, da die Bewegungen und auch das Schlagen über jede Linie, sprich jede Bewegungsrichtung, möglich ist. Ebenso wie beim Damespiel herrscht Schlag-Zwang, der bei Nichterfüllung zum herunternehmen des Steines führt. Ob es eine equivalente Figur zur Dame gibt ist jedem selber überlassen, aber in den ursprünglichen Regeln gibt es diese wohl nicht.
Sieger ist wie beim Dame derjenige, der entweder alle gegnerischen Steine vom Spielfeld genommen, oder diese bewegungsunfähig gemacht hat, auch wenn letzteres aufgrund der höheren Beweglichkeit der Steine eher schwer zu erreichen ist.

Spiel für die Home-Prepper

Wenn man Home-Prepping betreibt, dann ist man nicht durch irgendwelche Beschränkungen in der Menge der Spiele gebunden. Alle Möglichkeiten stehen offen. Nur läuft man bei großer Auswahl auch sehr schnell in Langeweile weil einem alles einfach „meh“ ist. Dann tut es gut, etwas zur Hand zu haben, das beim Spielen sehr Variabel ist. Pen und Paper ist das Zauberwort. Ein Regelwerk mit nahezu unendlich vielen Spielmöglichkeiten. Man muss nur nur ein bisschen Kreativität mitbringen.
Zu empfehlen ist dafür die Splittermond-Welt, da das Grundregelwerk kostenlos ist und von sich aus
viele Möglichkeiten birgt.
Du siehst, man kann sich auch einfach beschäftigen. Und wir haben noch nicht einmal viele der existenten Spiele angesprochen. Wir hoffen, das wir dein Interesse an einfachen Beschäftigungsmöglichkeiten wecken konnten, sodass du im Katastrophenfall nicht gelangweilt dastehst.
Simple Spiele

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