Wie du dich vielleicht erinnern kannst, haben wir ja schon einen Beitrag zum Thema Heilpfanzen aus heimischen Landen veröffentlicht. Aber es gibt noch viele weitere Pflanzen, die einem bei Krankheit, Verletzung oder anderem Leiden helfen können. Und da wir uns heutzutage sehr viel auf Produkte der Pharmaindustrie verlassen, und zwar zu Recht, haben wir leider das Wissen um die Wirkung vieler Pflanzen verloren. Aber dafür ist vorbereitung schließlich da, damit man nicht mit heruntergelassenen Hosen dasteht.

Kleine Braunelle(Prunella vulgaris)

Die kleine Braunelle ist das was man umgangssprachlich ein Wald- und Wiesenkraut nennt. Das heißt, sie wächst überall. Sie ist ein Lippenblütler mit naher Verwandschaft zu den Minzen. Das macht diese Pflanze sehr leicht zu erkennen.
Erkennen
Die kleine Braunelle zeichnet sich durch einen markanten Blütenstand aus, der im weitesten Sinne an einen Kiefernzapfen erinnert und mit lila gemaserten weißen Blütenblättern versehen ist. Diese sind wie die Familie
schon aussagt in der Form eines geöffneten Mundes mit herausgestreckter Zunge angeordnet. Unter dem Blütenstand zeigt sich das nächste Merkmal in voller Pracht: ein kurzes Blätterpaar direkt unter dem Korb. Dadurch kann man sie von ihren nahen Verwandten wie der großblütrigen Braunelle. Wenn wir an der Pflanze weiter nach unten gehen, kommen wir zum Stiel. Dieser zeichnet sich durch eine viereckige Form aus. Auf den Blätten finden sich zudem feine Häärchen, die nicht nesseln.
Anwendung
Ein ungemeiner Vorteil ist, das man die gesamte Pflanze für seine Zwecke verwenden kann. Durch die Verwandschaft zur Minze enthält die Braunelle dieselben ätherischen Öle mit ihrer kühlenden Wirkung. Dadurch lässt sich die zerriebene Pflanze gut in Umschlägen gegen Kopf- und Gliederschmerzen, sowie in Splinten und Verbänden bei Knochenbrüchen oder Prellungen verwenden. Die antiseptische Wirkung hilft dabei sogar entsprechende Entzündungen zu hemmen oder zu kurieren. Durch die antiseptische und blutstillende Wirkung eignet sich die Braunelle ebenfalls gut bei der Verartztung von offenen Verletzungen wie z.B. Schnitten. Die zerriebene Pflanze auf die Wunde auftragen und einen Verband drum machen.
Das hilft!
Aber auch bei inneren Leiden hilft die Braunelle. Bei Rachenerkrankungen und Erkältungen kann ein Sud zum Gurgeln oder ein Tee zur Behandlung verwendet werden. Nicht umsonst wird diese Pflanze im Englischen „Heal All“ genannt.

Goldruten(Solidago)

Die Goldruten sind eine Pflanzengattung die gerade im Spätsommer nicht zu übersehen ist. Leuchtend gelbe Blüten die in großer Anzahl auf trockenen Wiesen, Waldlichtungen oder auch an Berghängen zu sehen sind.
Erkennung
Die Merkmale können je nach Art variieren, aber die meisten Vertreter zeichnen sich durch einen hohen Wuchs von bis zu 2Metern mit glatten, nicht verzweigten Stengeln aus. Die markanten, gelben Blüten treten gerade bei den hochwachsenden Arten in großen Blütenstauden von bis zu 20Centimetern auf. Und wenn man kurz buddelt, lässt sich noch ein weiteres Merkmal finden. Die meisten Arten pflanzen sich durch Rhizome fort. Das bedeutet, das die Wurzeln nicht nur in vertikaler Richtung wachsen, sondern auch in horizontaler. Wenn die Wurzel horizontal eine bestimmte Entfernung zurückgelegt hat, dann treibt sie wieder vertikal aus und immer so weiter. Dadurch sind größere Ansammlungen dieser Pflanzen meistens dicht miteinander Vernetz.
Anwendung
Die Goldruten zeichnen sich durch ihre hervorragende antiseptische und blutstillende Wirkung aus. Die zerriebene oder auch zerkaute Pflanze in einem Verband auf eine offene Wunde geben und das ganze zuspaxen. Ebenfalls gut eignen sich die Goldruten auch bei der Behandlung von Fußpilzen. Diese können nämlich diese Blume nicht ab. Als Umschlag mit der zerkauten Pflanze auf der betreffenden Stelle anwenden und innerhalb mehrerer Behandlungen sollte der Spuk vorbei sein. Die allerdings beste Anwendung dieser Pflanze befindet sich im inneren des Körpers. Wenn es  beim Wasserlassen brennt und man keinen Tripper hat, dann solange Goldrutentee aus den Blüten machen und trinken bis es nicht mehr brennt. Es kann sogar Linderung bei Harnsteinen liefern, das ist allerdings nicht komplett erwiesen.
Heilpflanzen die 2te

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