Die Erbstwurst gibts nicht mehr. Der Hersteller hat mit der Produktion aufgehört, die Nachfrage sei nicht gegeben. So ist das halt, wenn der Absatz nicht mehr stimmt. Wie dem auch sei, wir stellen dir jetzt eine Möglichkeit vor, eine erbswurstähnliche Substanz haltbarer Natur herzustellen. Ist haltbar, essbar, nahrhaft und recht einfach herzustellen.
Traditionelle Erbswurst wird mit grünen Erbsen gemacht. Wir haben uns bewusst für Kichererbsen entschieden. Wegen dem Nährstoffgehalt. Viel Spaß.

Erbswurst – Das Rezept

Die Zutaten:
  •  480 g Kichererbsen (große Konservendose)
  •  70 g Brühpulver (Gemüsebouillon)
  •  100 g Corned Beef
  •  1 Beutel fertiges Kartoffelpüree-Pulver
Die Tatwerkzeuge:
  •  Was zum mörsern (vorzugsweise ein Mörser, Schüssel und Kochlöffel geht auch)
  •  große Schüssel
  •  Sieb
  •  Esslöffel
  •  Ein Backofen (oder ein Ventilator, Gitterrost, Küchenpapier und viel Zeit)
  •  Backblech und Papier
  •  Nudelholz (oder sowas)
Der Vorgang:
Alles zusammenschmeißen und kleinmörsern. Außer das Pürreepulver. Ernsthaft, das Zeug muss eine homogene Masse werden. So richtig intensiv alles klein machen. Zwischendrin mal mit gewaschenen Händen richtig durchkneten. Dank des Brühpulvers sollte man davon absehen, sich die Pampe geistesabwesend von den Fingern zu lecken. Ich habs gemacht, war ne salzige Geschichte. Dann wird die Masse auf ein Backblech gegeben, das mit Backpapier ausgelegt wurde. Glatt machen und etwa einen halben Zentimeter dick gleichmäßig ausrollen. Der Ofen wird auf 100 Grad vorgeheizt, dann kommt das Blech voll Pamps da rein.
Zuerst dauert die ganze Nummer etwa 3 Stunden. Beim Trocknen nicht die Tür des Ofens schließen, klemm einen Kochlöffel oder sowas dazwischen. Soll ja trocknen, nicht backen. Ist das dann so trocken, das es sich formen lässt, ohne sich feucht anzufühlen, nimmst du das Blech aus dem Ofen und tust das Gebröckel in die Schüssel. Kartoffelpüreepulver dazu, nochmal durchkneten und dann wieder auf dem Blech ausrollen und in den Ofen schieben. Jetzt nochmal etwa 2-3 Stunden bei 100 Grad trocknen. Du solltest die ausgerollte Masse vorschneiden, vorzugsweise in Größen die die spätere Verwendung vereinfachen.

Alternative Erbswurst

Andere Varianten kannst du dir mal hübsch selbst überlegen. Ginge es nach mir, würde man noch Pfeffer reinmachen. Oder wirklich trockenes Trockenfleisch. Kartoffeln statt Püreepulver sind auch ne Maßnahme. Grüne Erbsen, wie mans von der traditionellen Variante kennt. Zwiebelpulver, Trockenzwiebeln oder Knoblauchpulver gehen auch rein. Man könnte auch Möhrenwurst machen. Oder Kartoffelwurst.
Oder Grünkohlwurst. Ne, bleib mal locker. Probier ein paar Sachen aus.

Lagerung, Haltbarkeit und Nährstoffgehalt

Die Kichererbsen und das Corned Beef sind hier maßgeblich für die Nährstoffe. Wie viel von was noch drin ist, kann man nach dem Trocknen leider nicht genau sagen. Vor dem Trocknen sind drin:
  • 100 Gramm Kichererbsen enthalten 7,5 Gramm Protein, 5,00 Gramm Ballaststoffe und nur 2,7 Gramm Fett. Kohlenhydrate sind mit 61 Gramm dabei.
  • 100 Gramm Corned Beef enthalten 21,7 Gramm Protein, 0 Gramm Ballaststoffe und keine Kohlenhydrate. Dafür aber noch 6,0 Gramm Fett.

Das Brühpulver ist praktisch nur Salz, deshalb sparen wir uns das mal. Zur Lagerung gibts nicht viel zu sagen. Mit Backpapier getrennt können die einzelnen Stücken an einem dunklen, trockenen Ort ewig lang haltbar sein. Wir geben für unseren Test hier drei Monate an. Wahrscheinlich sinds eher dreißig Jahre.

Fazit

Man kanns echt selbst machen. Die von uns gemachte Menge reicht für drei Liter Süppchen. Jenes Süppchen ist dann auch um weitere Zutaten erweiterbar. Alternativ kann man statt dem Ofen auch einen Ventilator vor ein Gitterrost stellen, das mit Backpapier belegt ist und die bereits geschnittenen Erbswurstteile dann damit trocknen. Das dauert nur sehr sehr lang. Mindestens 12 Stunden, eher 16 bis 18.
Wie dem auch sei, wir sind der Ansicht, das es sich lohnt. Probiers aus. Viel Spaß.
DIY Erbswurst

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