„Dies ist mein Tarp, es gibt viele andere, aber dieses hier ist meins!“
So oder so ähnlich kennt jeder diesen Spruch, aber warum benutze ich ihn an dieser Stelle?
Ganz einfach, so wie das Gewehr in diesem Film überlebenswichtig ist, so ist es auch dein
Tarp bei Outdoor-Spaß.

Warum das NVA-Tarp?

Bis jetzt habe ich immer eine Baumarktplane als solches verwendet,
aber als ich letztens versucht habe dieses auf Spannung zu bringen ist mir eine der Ösen
rausgerissen. Die Baumarktplane mag gut sein, aber als Tarp ist sie nun einmal
zweckentfremdet. Sie ist dafür gemacht an allen Ösen gleichzeitig gespannt zu sein,
bei einem A-Frame Aufbau liegt die Spannung allerdings nur bei einer bis zwei Ösen.
Dies sorgte bei mir dafür das die Ösen nachgegeben haben. Dann habe ich mich gefragt,
wie ich es verhindern kann, ohne große Kosten zukünftig dieses Problem zu vermeiden.
Einfache Antwort, ich kaufe ein kostengünstiges und bewährtes Tarp. Aber wo finde ich
soetwas? In alten Militärbeständen gibt es Tarps zu hauf.
Welches ist jetzt das richtige Tarp für mich? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich zum Beispiel habe mich nach dem Preis und den Erfahrungen anderer gerichtet und
bin so auf das NVA-Tarp gekommen. Inklusive Zeltstangen, Heringe und Schnur zum
Aufstellen habe ich ein ungebrauchtes Tarp, welches sein Lebtag in einem Lager verbracht
hat für unter 15€ erworben.

  Ein NVA-Tarp, als Dackelgarage aufgebaut

 

Über das NVA-Tarp

Zahlen:

– 175cm lang
– 180cm breit
– 1,76kg schwer
– 1,5mm dick

Auf dem ersten Blick fällt sofort auf, das es für die verhältnismäßig geringe Größe
ziemlich schwer ist. Das verwendete Material ist Canavs oder im deutschen auch Segeltuch
genannt. Dieses Material kommt zustande wenn man starke Fäden, meist Baumwolle, in
einem sehr engen Muster miteinander verwebt. Dies führt zu der hohen Gewebedichte,
sowie dem hohen Gewicht. Ein positiver Nebeneffeckt hierbei ist das durch die hohe
Gewebedichte eine sehr hohe wetterfestigkeit entsteht. Bei starkem Regen quellen nun die
Fasern auf und erhöhen die Dichte des Gewebes weiter, welches das Tarp wasserdicht macht.
Dadurch wird man, wenn man das Tarp als Poncho trägt darunter ein wenig feucht, aber nicht
klatschnass wie das in strömendem Regen normalerweise der Fall wäre.

Mögliche Verwendungen des NVA-Tarps

Womit wir bei den Verwendungsmöglichkeiten angekommen wären. Von der Verwendung als Tarp
mal abgesehen kann man auch noch andere Dinge anstellen. So ist es möglich, wie bereits
erwähnt, das ganze als Poncho zu tragen. Hierzu sind an den Seiten jeweils sechs Knöpfe
und Knopflöcher vorhanden, mit denen man den Poncho schließen kann. Eine der Ecken ist
mithilfe eines weiteren Knopfes um 47cm umklappbar, was dagegen hilft, das du das Ding
die ganze Zeit durch den Schmodder ziehst. Denn sein wir mal ehrlich, wenn du dir abends
das Tarp aufstellst, dann möchtest du nicht das dir Schlamm auf die Rübe tropft.
Durch die Ösen, welche an den vier Ecken und die Schlaufen, welche an den 4 Seiten
angebracht sind kann man sich mithilfe von stabilen Ästen eine Trage für verletzte
Freunde bauen.
Und jetzt kommt der Knaller. wenn du mit mehreren Leuten unterwegs bist, die alle das
NVA-Tarp benutzen, kannst du diese mit den Knöpfen aneinander befestigen um so ein
Tarpus Maximus zu erstellen. Quasi die Mutter aller Tarps.

NVA-Tarp, als Poncho getragen

Das Fazit

Während jetzt jeder sagen kann er bevorzugt ein Ultraleicht Tarp oder eine Baumarktplane
aus diesem oder jenem Grund, so kann sich nicht jeder ein Ultraleichtes leisten oder ist
beim Spannen zu motiviert und zerstört die Baumarktplane. Also kann man Militärbestände
anzapfen und für mich ist trotz des hohen Gewichtes das NVA-Tarp die eierlegende
Wollmichsau. Die Stabilität durch das Material, sowie die Vielseitigkeit sind in
Verbindung mit dem geringen Preis meiner Ansicht nach, einfach mal das beste was es im
Bezug auf Preis/Leistung derzeit gibt.

Das NVA-Tarp

Comments

comments

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar