Geräteecke des Autors

Viele die Prepping, Survival und Bushcraft ernst nehmen und wirklich
aktiv dabei sind, haben oft ein Problem: Sie sind nach getaner Aktivität
völlig im Arsch. Is‘ erstma‘ nich‘ so tragisch, wenn man mitm BOB mal
’nen Testlauf gegangen ist, dann ist man anfangs vielleicht etwas verschütt.
Allerdings ist das ein Zustand den man grade als Prepper oder auch
Survival-Heinz gerne umgehen kann. Sport schafft hier Abhilfe.

In der Not mit vollem Einsatz

Training für Leute, die für Notsituationen üben, muss anders sein, als das
übliche Pumpernickel-Zeugs. Pumpen an der Maschine im Fitnessstudio, dazu
bisschen Cardio aufm Laufband macht aus dir zwar ’n hübschen Jungen, aber
gibt dir nicht die Kraft und die Ausdauer (und auch nicht die Nerven) um
mit bestimmten Situationen fertig zu werden. Dazu ists nämlich nicht da.
Du brauchst was anderes.

Sei kein Derp – weniger ist mehr

Erstma‘ die guten Nachrichten: Du brauchst kein olympischer Läufer zu werden
oder sowas. Und du brauchst auch keinen Shitload Kohle für irgendwelche
Zaubermaschinen auszugeben. Das ist Blödsinn und auch nicht zweckmäßig.
Ich zeig dir hier drei Geräte die völlig ausreichend sind und zudem auch noch
selbst gemacht werden können, solltest du den Bakshish nicht haben.

Dein Adoniskörper: Haste da, haste immer, brauchst keinen Platz, gibt hart geile
Übungen (Liegestütz, Kniebeuge, Hock-Streck-Sprünge usw.), kostet nix.

Ein mit Sandgefäßen gefüllter Rucksack ist ein einfaches, zweckmäßiges Übungsgerät.

Die Kugelhantel (Kettlebell): Kostet. Aber nur einmal. Eigentlich ist das eine
Kugel aus Stahl die einen Griff hat. Viel simpler wirds nicht. Die Übungen damit sind
samt und sonders zweckmäßig. Und machen dich richtig fertig. Swings, Cleans und
Military Press sind sehr gut.

Der Gewichtsrucksack: Nimm einen alten Rucksack, füll den mit Gewicht (Sandflaschen,
Wasserflaschen, Stücken von Schwiegermuttern), mach damit deine Übungen. Gibt
jede Menge dazu im Interwebs zu sehen. Meine Favoriten sind Dips, Ausfallschritte
und Liegestütz.

Was muss ich tun?

Zu Anfang wärs ma‘ fantastisch zu wissen, was du überhaupt trainieren solltest.
Klar, ripped mit Titten und Bizöööööps is‘ optisch ansprechend, daraus wird hier
aber nichts. Das sind fast alles Muskeln, die wir im Alltag nicht brauchen.

Was muss denn ein Prepper, Bushcrafter oder Survivaler können?

Er muss zu allererst mal seinen Rucksack tragen können. Dazu benötigt er einen
starken Rücken und kräftige Beine die eine Last über längeren Zeitraum halten
können. Zudem benötigt er starke Hände und Schultern um seine Werkzeuge (Axt,
Brecheisen, Hammer usw.) richtig handhaben zu können. Insgesamt sind dies auch
die Muskeln, die man für einen Kampf benötigt.
Maximalkraft ist hier nicht sooo wichtig, eher ein gerüttelt Maß an Kraftausdauer
mit jeder Menge Kopf ist des Pudels Kern. Mit dem Kopf mitmachen können ist am
schwierigsten. Der Schweinehund selber spielt dabei die kleinere Rolle.
Aber mach mal 100 Swings mit einer entsprechend schweren Kugelhantel, ohne Pause.
Das ist bei fast jedem Kopfsache.

Wie fang ich an?

Die Kugelhantel ist lange Zeit Russlands Antwort auf Fettsäcke gewesen. Die Übungen sind vielseitig und zweckmäßig.

 

Mit den Grundlagen. Das wäre also erstmal, wie du mit deinem Körpergewicht klar
kommst. Probier dich in den Basisübungen aus, eine solide Basis ist das Maß aller
Dinge. Grade beim Sport.
Beispiel Navy Seals: Für den PFT (Physical Fitness Test) muss der Soldat
500 Yards schwimmen, 50 Liegestütze, 50 Sit-Ups, 10 Klimmzüge und 2,4 km in 10:30
Laufen absolvieren können. Das ist erstma‘ dick. Zumal du ja kaum Seal sein
willst. Aber es gibt dir die Möglichkeit zu sehen, wo du vielleicht hinmöchtest.
Basisübungen sind der Shit. Wirklich. Du brauchst sie.

Was für Übungen??

Ich empfehle an dieser Stelle erstmal zu sehen, wo du stehst.
Schnapp dir ’nen Zettel und schreib dir auf, wie viel du wo von schaffst. Und
in welcher Zeit. Zu den Basisübungen zählen wir Liegestütz mit und ohne Rucker,
Kniebeuge mit und ohne Rucker, Klimmzüge mit und ohne Rucker, Kettlebell Cleans,
Kettlebell Swings, Laufen, Rucksack-Laufen.
Das sind alles Sachen die man regelmäßig und vernünftig üben kann, ohne dabei acht
Stunden am Tag zu eiern und zudem noch Veganer zu werden.
Schreib auf was du schaffst, teil dir das mit Steigerungen ein, mach dir ’n Plan
und dann mach deinen Sport. Anfangs ist das schwierig, man kommt aber rein und
lernt sich selbst echt gut kennen.

Essen und so.

Vergiss den ganzen Diätenquatsch. Wenn du merkst, das dein Wanst dir im Weg ist,
dann lass einfach weißen Zucker und Weizenmehlprodukte aus deiner Ernährung raus.
Und Alkohol. Saufen und Quarzen solltest du sowieso nicht, das ist scheiße für deinen
Körper und die Fahne lässt dich bei der Flucht schneller auffliegen.
Iss regelmäßig Gemüse (Broccoli, Paprika, Blumenkohl wegen der Ballaststoffe), Fisch und
Fleisch (Pute, Huhn, Thunfisch usw.) und gute Kohlenhydrate (Bohnen, Reis). Und trink
viel und gut. Vor allem Wasser. Zwischendrin mal ’ne Nuss (Cashews) ist auch nicht verkehrt.
Sollte dir der Gang zum Topf anfangs schwerfallen, knall dir paar Haferflocken oder
Flohsamenschalen rein. Magerquark ist auch kein schlechtes Abendessen.
Du wirst schon einen Unterschied merken, wenn du nur Zucker und Weizen weg lässt. Der Rest
ist dann dazu da dich stark und gesund zu machen.

Wie viel?

Die Intensität deines Trainings sollte so ausgelegt sein, das du nicht vollends stirbst bevor
du fertig bist. Drei Mal die Woche für eine bis zwei Stunden so richtig das Haus rocken reicht
völlig aus. Danach schiebste dir ’n Quark mit Früchten rein und gut ist. Übertreib auf keinen
Fall, die richtige Intensität ist Gewöhungs- und Erfahrungssache. Und vergiss bitte die Spacken
die dir was von 5 Wiederholungen bei 80% erzählen. Gemüsepumperscheiße. Du brauchst Kraftausdauer.
Und das so, das du mit deiner Ausrüstung, deinem Körpergewicht und dem Körpergewicht eines
möglichen Gegners klarkommst. Alles andere ist Mumpitz. Es empfiehlt sich hier die Sätze mit
12 bis 15 Wiederholungen zu starten, wenn du ein Gewicht verwendest. Mit dem Körpergewicht könntest
du so anfangen, das du den Satz beendest, wenn du noch so Kraft für 2-3 Wiederholungen hast.
Minütchen Pause, gut durchatmen, nächster Satz. Und Laufen ist einfach Laufen. Lauf einfach.

Wie lang?

Wenn du damit mal angefangen hast und drinne bist, dann bleib einfach dabei. Du wirst schnell
merken wie gut die Bewegung tut und das man eine Menge davon hat. Variiere deine Übungen damit
dir nicht langweilig wird, guck mal ob du das nicht mit jemandem zusammen machen kannst und
lass dir nicht von anderen reinreden. Klar, is halt nett wenn man 140 kg auf der Bank drückt.
Nützt nur halt nicht viel, wenn man in ’nem Würgegriff steckt, da braucht man die Kraft dann woanders.

Wann?

Jetzt. Ohne Wenn und Aber. Und mach keine Wissenschaft draus. Kraft durch Sport.

Des Überlebers Sport

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