Wasser ist absolut lebensnotwendig. Kein Wasser bedeutet, das du schneller am Arsch bist, als
du gucken kannst. Besonders unter Belastung. Es gibt viele Methoden Wasser zu gewinnen.
Manche sind besser als andere. Du solltest zumindest eine oder drei davon kennen.
Ich verklicker dir heute die Methoden, die ich am besten finde. Und ne Kleinigkeit, die
auch Dreckbrühe brauchbar macht.

Der Verdunstung erster Teil

Wassergewinnung über Verdunstung ist bekannt. Du solltest eine klare Folie, sowas wie
Malerfolie, im BOB haben. Mal davon abgesehen, das man damit auch kaputte Fenster wieder zu kriegt, kann man damit nämlich Wasser gewinnen. Buddel dir ein Loch, das sollte mindestens einen Meter im Durchmesser haben und mindestens 50 Zentimeter tief sein. Möglichst in nassem Boden. In die Mitte stellst du einen Topf, der darf die Folie auf gar keinen Fall berühren, also bitte nicht Schwiegermonsters Spargeltopf nehmen. Leg das, was an Platz noch übrig ist mit Blättern aus. Je mehr Blätter desto besser. Folie drüber spannen und die Seiten ordentlich mit Erde dicht machen. Leg einen kleinen Stein in die Mitte der Folie.
Jetzt ist warten angesagt. Aufsteigender Dunst von der Erde und den Blättern schlägt sich an der Folie nieder und läuft in den Topf. Wasser.

Gefiltertes Wasser

Wasserfilter kaufen kann eigentlich jeder, aber du bist der härteste Knochen der Welt, deshalb
baust du dir einfach einen. Nimm so ’ne ausgediente Plasteflasche, die liegen im Wald überall rum. Boden abschneiden und mit offenem Ende nach oben halten. Wie folgt füllen: Stück Stoff, kleingebröselte Holzkohle (von deiner Feuerstelle), feiner Sand, Kies. Gibt auch Varianten wo man statt Kies einfach Gras nimmt, das ist eigentlich völlig gugelhupft. Pass aber auf, das du oben die Flasche nicht komplett voll machst, das Wasser braucht ein bisschen um richtig durch zu sickern.

Abgekochtes Wasser

Kennste. Wasser in einen Topf und zum sieden bringen. Dann in deinen Trinkbehälter umgießen.
Pass auf das du den Mist der sich am Topfboden abgesetzt hat nicht mit in deine Pulle kippst.
Das Zeug muss im Topf bleiben. Topf danach schön sauber machen. Man kann diese Methode auch
mit der Verdunstergeschichte zusammentun und einen kleinen Topf in einen großen stellen.
In den kleinen kommt ein sauberes Gewicht rein, in den großen Pott das Wasser. Jetzt bisschen
Folie oben drauf, mit Schnur festwickeln und aufn Rost oder so stellen, unter dem schon die
Glut liegt. Wenns nicht richtig dunstet einfach ’n nasses Tuch oben auf die Folie legen, das
kühlt dann besser.

Der Verdunstung zweiter Teil

Jetzt hast du aber keine Folie und nix da. Bloß sone olle Getränkedose und besagte gemeine
Waldflasche. Macht nix. Du machst jetzt folgendes: Flaschenboden abschneiden, Blechdose mittig halbieren. Dann den offenen Boden der Flasche so ca. 4-5 cm nach innen umkrempeln. Ist ein bisschen tricky, kriegste aber hin. Jetzt füllste die halbierte Blechdose mit Wasser und stellst die umgekrempelte Pulle über die Dose. Vorzugsweise auf etwas leicht Warmes. Hat die Flasche keinen Deckel, dann steck da ein Stück Holz oder ein Taschentuch rein. Der Hals muss dicht sein, sonst verkrümelt sich dein Wasser. Der aufsteigende Dunst schlägt sich an den Wänden der Flasche innen nieder und läuft in den umgekrempelten Boden. Bäm – Wasser gewonnen.

Ein Wort der Warnung

Keine der oben angegebenen Methoden hilft dir, wenn du chemisch belastetes Wasser filtern willst.
Zwar versprechen einige Hersteller ach so wunderbare Filtermöglichkeiten mit ihren Produkten,
aber wer verlässt sich im Ernstfall schon gerne auf die Versprechungen von Leuten, die mit sowas Geld
verdienen. Wenn du dir nicht sicher bist ob deine Wasserquelle nicht eigentlich eher dein Ableben
bedeutet, dann kneif die Backen zusammen und such dir was anderes.

Wasser

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