Wir leben in einer Zeit vieler Unsicherheiten, beziehungsweise sind uns dieser Unsicherheiten viel mehr bewusst als noch Anfang des letzten Jahrhunderts, oder verdrängen diese oftmals nicht, wie noch Mitte des letzten Jahrhunderts. Dies zeichnet sich durch viele Unterschiedliche Faktoren aus. Heute räumen wir mal wieder in der Kategorie „Prioritäten“ auf.

Geschichtliches

Gehen wir mehrere Jahrhunderte zurück. Es war vollkommen akzeptabel für jedermann Waffen dabeizuhaben, um sich und, im schlimmsten Fall, auch seine Nächsten zu verteidigen. Es war einfach Notwendig, da die Gesellschaft und dadurch auch kriminelle Individuen viel gewillter waren jemandem in feinster Manier den Hals aufzumachen. Das mangelnde Vertrauen in den jeweiligen Landesherren diese Kriminellen zu verfolgen, tat dann wohl den Rest um es jedem nahezulegen für seinen eigenen Schutz zu sorgen Dazu kam natürlich auch noch der hohe Wert von Eisen, das einem immer eine kleine finanzielle Sicherheit gewährleistete.
Aufstrebende Staaten
Irgendwann wurde die Welt dann immer kleiner und es kam in Mode funktionierende Polizeiapparate in die Verbrechensbekämpfung einzuschalten. Dies führte dann nach und nach dazu, das die Menschen ihren Fokus zum Schutz weitreichender setzten. Es war nicht mehr allzu notwendig sich um den körperlichen Schutz zu sorgen, sondern viel mehr um die finanzielle Absicherung. Der Imperialismus der dann in Mode kam, sorgte für zwei Weltkriege die wiederrum den Fokus auf den momentanen, körperlichen Schutz lenkten. Klar, denn im Krieg willst du erstmal eines: Überleben.
Die Nachkriegszeit
Der Schrecken der großen Kriege saß allen noch in den Knochen und drückte den Wunsch nach Aggression, vor allem in Deutschland, ganz weit nach unten. Die Menschen lernten wieder für sich selbst zu leben und nicht nur als Teil eines großen Ganzen. Die persönliche Vorsorge(Geld, Besitz, Familie) rückte dadurch wieder in den Vordergrund. Die Bürger lernten nach und nach wieder an den Frieden zu glauben.
Die unmittelbare Vergangenheit
In den letzten Jahren wandelte sich das alles wieder zu älteren Zuständen. Wärend man in der Nachkriegszeit Opas K98 bei der Wohnungsauflösung gefunden hat und keinen Gedanken daran verschwendet hätte die jemals zu benutzen, wäre der Wille heutzutage da. Aber warum?
Die Regierungen der letzten Jahrzehnte haben nach und nach ihren Respekt in der Bevölkerung verloren. Stellenabbau in der Polizei, Mangelwirtschaft bei der Bundeswehr und die Angst, welche mit der Flüchtlingskrise kam. Das Interesse an Schusswaffen ist im privaten Bereich erschreckend angestiegen. Nicht nur das, es scheint auch, das die Gesellschaft an sich viel gewaltbereiter geworden ist. Ganz nach dem Motto:

Angriff ist die beste Verteidigung!

Ist aber Bullshit. Alle denken bei Schutz mittlerweile an Waffen und vor allem Schusswaffen.
Wir haben schon mehrfach unseren Standpunkt vertreten, das Schusswaffen(vor allem für Prepper) vollkommener  Müll in der Hand von Privatpersonen sind. Viel Schuld, oder zumindest eine Teilschuld daran trägt die Medienlandschaft. Durch Actionlastige Filme und Videospiele sprießt die Ansicht das eine Waffe der beste Schutz ist in allen Köpfen. Kaum einer der sich privat eine Schusswaffe anschafft kann damit in einer Notsituation entsprechend umgehen. Aber auch sonst. Ist überall der aggressive Weg der bevorzugte. Da wird ohne nachzudenken an die größten Messer und Baseballschläger gegangen und vergisst, das man mit jedem gewaltverstärkenden Gegenstand erst einmal umgehen können muss. Der Basi wird einem aber überhaupt nichts bringen wenn man in einem engen Gang ist, oder in einer Gruppe von Verbündeten steht.

Schutz = Schutz

Der primäre Fokus sollte nie darin liegen den Streit zu suchen. Eine Feuerwaffe ist zum Beispiel der einfachste Weg um den Streit in einer Krisensituation zu suchen. Jeder in nem sehr großen Umkreis hört dich und weiß dann, das es bei dir etwas zu holen gibt. Ende vom Lied: Versagen des Schutzauftrags.
Aber auch andere Waffen tun ihren Teil gegen deinen Schutz. Du kannst vielleicht nicht so super mit deinem Verteidigungsgerät umgehen wie du dachtest, Schade. Oder da kommen fünf Knechte auf einmal. Die ersten Beiden schaffst du noch, dannach wird mit dir Schlitten gefahren. Aus die Maus.
Aber wenn wir den direkten körperlichen Schutz nehmen, dann ist keine Waffe so gut wie eine richtige
Verteidigung. Nimm zum Beispiel einen Schild. Ein Schild in einem engen Gang kann eine Person zu einem unüberwindbaren Hindernis machen. Keine Waffe der Welt kann das. Niemals.

Aber:

Vergiss niemals das A und O!
Der beste Schutz ist immernoch der, den man nie einsetzen muss. Die Konfrontation ist immer zu meiden.
Keine Ausnahme. Das Ziel ist schließlich zu Überleben, und nicht den starken Max raushängen zu lassen.
Nur der Überlebende gewinnt, niemand anderes.
Also pack dir die Tarnklamotten zurecht und übe leise Fortbewegung. Es hilft wenn man seinen Körper kennt und weiß welche Schweinereien man mit ihm durchziehen kann. Im Ernstfall immer die stark bevölkerten und von Menschen frequentierten Zonen meiden. Also raus aus Städten und immer von den großen Straßen fernbleiben. Deine Spuren(Exkremente, Müll, Tierkadaver) am besten vergraben oder zumindest aus dem üblichen Sichtfeld entfernen. Und beim Bewegen in der Gruppe vor allem eines:
Mund halten!

Lass ihn liegen

Wenn deine Bemühungen den bösen Buben auszuweichen gescheitert sind, bleibt es trotzdem dabei:
Hau ab wenn du kannst.
Zuerst suchst du dir einen Ort der für dich am besten zu verteidigen ist. Hier zahlt es sich aus eine gute körperliche Fitness zu haben. Denn zum weglaufen gehört vor allem eines: das Laufen. An dem Engpass oder sonstigem, packst du dein Schild aus und verdrischst den ersten ordentlich. Das bringt die anderen vielleicht zum Nachdenken und ermöglicht dir die Flucht. Wenn nicht, dann Stelle halten und verteidigen. Vielleicht musst du noch ein paar aufmischen, aber dann sollte sich die Gelegenheit ergeben abzuhauen. Im besten Fall merken sie sich das und das Wort macht die Runde unter den Fieslingen und du hast deine Ruhe.
Aber auf jeden Fall:
Ziehe die Flucht dem Kampf vor.
Schutzbedürfnis

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