Oben: Chinading Mitte: Olight S30R BatonIII Unten: Lunartec Kurbelfunzel

Taschenlampen gibt es viele. Wir haben heute für euch die Olight S30R BatonIII, eine Kurbellampe von Lunartec und son olles Chinesending für 3 Öcken von der Amazone. Mal sehen was die können. Alle drei unterscheiden sich vor allem in ihrer Stromquelle. Was die Leistung angeht, ist uns beim Testen übrigens ein echtes Licht aufgegangen. Gewertet wird von 1-10, wobei das völlig subjektiv ist und 10 natürlich das Geilste darstellt.

 

 

Lunartec Kurbel-Taschenlampe

Was zuerst auffiel war, das die Lampe schwer wie Hulle ist. Durch den Dynamo und den enthaltenen Akku, den man auch nicht wechseln kann, wiegt das Teil mal eben ca. 300 Gramm. Für eine Taschenlampe ziemlich schwer. Der Ladevorgang ist denkbar einfach: Kurbeln. Ca. 30 Umdrehungen habe ich gebraucht um etwas mehr als eine Stunde lang Licht zu haben. Die Taschenlampe hat drei Modi (Punktstrahl, Flächenstrahl, Strobo),im stärksten Modus (Punktstrahl) leuchtet sie etwa 30 Meter weit. Das ist für eine Kurbelleuchte nicht schlecht, landet hier aber deutlich auf dem letzten Platz. Der Preis war mit etwa 20 Euro völlig in Ordnung.
Die Lampe ist sehr stabil und hält auch einen Sturz locker aus. De Facto würde ich das Ding im Notfall sogar als Standpunktverstärker verwenden. Wasserdicht ist sie auch, jedenfalls hat sie einen Tauchgang im Waschbecken gut überstanden. Einzig die Abdeckung des USB-Ladeanschlusses ist wirklich Schrott und man muss drauf achten, das diese fest sitzt. Alles in Allem eine 6 von 10.

Chinesending für 3 Euro

Die Chinesenlampe benutzt eine sehr heftige LED. Auch sie lässt sich in drei Modi schalten (normal, hell,  strobo). Zudem kann man durch verschieben des Lampenkopfes auch noch das Licht von Punktstrahl auf Flutlicht ändern. Wobei Flutlicht angesichts der mickrigen Größe eher relativ ist. Bei fokussiertem hellen Punktstrahl schafft die kleine Taschenlampe locker 100 Meter, wenn nicht sogar mehr. Sie ist also trotz der verwendeten einzelnen AAA-Batterie sehr leistungsfähig. Allerdings ist sie nicht wasserdicht. Nach dem Tauchgang im Waschbecken gab es Probleme beim Einschalten, ich musste die Lampe auseinandernehmen und trocknen lassen. Sie ist sehr leicht (keine Gewichtsangabe).
Eine Batterie hält 4-5 Stunden am Stück, wobei die Lampe am Glas sehr warm wird. Alles in Allem eine lockere 5 von 10. Ohne die Probleme mit dem Wasser wäre es übrigens eine 8 von 10 geworden.

Olight S30R BatonIII

Teuer. Mit ca. 80 Euro kostet diese Taschenlampe ne Menge Kohle. Man kriegt dafür aber ein leistungsstarkes Gerät mit langer Lebensdauer und viel Leucht. Laut Hersteller leuchtet diese Taschenlampe etwa 190 Meter weit. Das konnte ich nicht bestätigen. Realistisch sind hier etwa 100 Meter. Die Taschenlampe kann 5 Modi + Strobomodus. Hier werden die Modi allerdings nach Lichtintensität unterschieden. Im stärksten Modus mit 1050 Lumen hält der Akku etwas länger als 3 Stunden. Damit kann man dann eine Sporthalle ausleuchten. Herstellerangaben tönen übrigens von einer Wasserdichtigkeit nach IPX8.
Ich frage mich allerdings warum dann an dem Ding die Ladekontakte frei liegen und draufsteht, das diese nicht kurzgeschlossen werden dürfen. Hier hat mir eine Plastikkappe für Stuhlbeine geholfen. Trotz alledem hält die Olight ne Menge aus, kann auch mal gut runterfallen und draufgetreten werden.
Eine 8 von 10.

Und welche nimmste jetzt?

Von denen nicht unbedingt eine.
Kurbellampen sind gut für den BOB oder wenn man sonst unterwegs nicht im Dunkeln stehen möchte. Sie sind allerdings schwer und machen Lärm. Also nix Ninja-Style. Und man muss wirklich aufpassen was man kauft.
Das Chinesending mit Batteriebetrieb ließe sich auch mit AAA-Akkus (sind das dann AAA-A?) betreiben. Das macht sie zur klasse Begleitung für normal unterwegs, im EDC oder als Beilage zum Schweizer Taschenmesser.
Die Olight ist was für Zuhause. Durch den Akku, der ein Ladegerät erforderlich macht und das Problem mit den aussen liegenden Kontakten ist sie für unterwegs nicht geeignet. Das kann man zwar ändern indem man eine Stuhlbeinkappe über das Ende mit den Ladekontakten schiebt, aber bei 80 Euro noch nacharbeiten ist schon herb. Dafür ist sie sonst stabil wie sonstwas.
Was du brauchst musst du dann danach entscheiden was du damit vor hast. Ich würde mich für die Kurbelgurke entscheiden. Die Leuchtkraft ist ok, das Gewicht ist in Ordnung wenn man bedenkt das keine Batterien notwendig sind und sie ist stabil wie die Mama von Shrek.
Der direkte Vergleich bei maximaler Leuchtkraft
Taschenlampe – Was, wann und warum

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