Essen ist wichtig, weiß jeder, aber irgendwie weiß man oftmals nicht was man essen soll. Oder man kann nicht kochen. Zumindest reden sich das viele ein. Und da wir als Menschen gerne abwechslungsreich essen, heute ein Beitrag wie man sowohl Zuhause, als auch auf der eventuellen Flucht seinen Fertigfraß pimpen kann und drei kleine Rezepte für die Marschverpflegung.
Oder einfach so für zwischendurch.

Die Basis

Ist nicht zwangsweise das Wichtigste. Man kann viele Fertiggerichte zu einer ausgewogenen Mahlzeit machen, ohne ein Koch mit Michelin-Stern zu sein. Jede beliebige Fertigpizza, Pferdelasagne, Tütensuppe oder auch tiefgefrostetes hat das Potenzial nach etwas zu schmecken und nicht nur eine fettmachende, nach Pappe schmeckende Notlösung zu sein.

Die Tütensuppe

Ein weiser Mann hat mir einmal erklärt wie die meisten Asiaten ihre Instant-Nudelsuppen verzehren. Eine Handvoll Gemüse, z.B.:

– Karotten(geraspelt)
– Paprika(gestiftet)
– Erbsen
– Lauchzwiebeln

dazugeben und schon schmeckt das ganze nach mehr als Geschmacksverstärker. Wer dann noch mehr haben will, haut sich beim Kochen noch ein Ei rein und hat noch mehr Nährwert. Danke vietnamesischer Spätibesitzer! Im Falle des Horrorszenarios, wenn man auf der Flucht ist, greift man dann eben nicht auf frisches Gemüse zurück, sondern auf gefriergetrocknetes. Oder auch schonmal ein bisschen wilden Bärlauch den man am Wegesrand gesammelt hat. Und anstelle vom Ei etwas Trockeneipulver. Das wiegt ziemlich wenig und mit Wasser wird es trotzdem geil.
Aber wenn man sehr viel Nährwert haben möchte, kloppt man sich ne halbe Dose Frühstücksfleisch oder Trockenfleisch rein. Gibt mehr Geschmack und Energie in rauen Mengen.

Für die Naschkatzen

Milchreis oder Milchnudeln aus der Tüte schmecken eigentlich eher generisch und haben normalerweise außer dem Zucker keinen wirklichen Inhalt. Viel zu wenige kommen hierbei auf den Gedanken einfach mal noch etwas Obst reinzumachen. Das verbessert den Geschmack um Längen und man hat ne ganze Ladung Vitamine dabei. Egal ob:

– Kirschen
– Pflaumen
– Pfirsiche
– Beeren

Dann kann man sich das nachzuckern vor dem Verzehr ebenfalls sparen und hat sich das ganze noch ein bisschen „gesünder“ gemacht. Auf der Flucht kann man als hart gesottener Mensch zwar einfach nur Wasser zum Kochen nehmen, aber ein bisschen Milchpulver bringt auch hier das heimische Gefühl zurück. Für die geschmackliche Aufwertung kommen dann Wahlweise gesammelte Wildbeeren, Nüsse oder vielleicht auch nen Müsliriegel mit rein. Schmeckt, liefert wichtige Nährstoffe und man muss nicht mit dem Gefühl enttäuschter Geschmacksknospen leben.

Das Trockenfleisch

Was man sehr gut selber machen und einem Unterwegs den Arsch retten kann ist das selbstgemachte  Trockenfleisch. Die meisten denken, das es mega aufwendig ist, Trockenfleisch selber herzustellen. Damit liegen sie aber Falsch. So simpel wie selbstgemachtes Trockenfleisch wird es in der eigenen MRE selten. Du brauchst dafür, neben Rindfleisch, eigentlich bloß:

Süß:

– Sojasoße(wahlweise Salzlake)
– Pfeffer
– brauner Zucker

Scharf:

– Sojasoße(Wahlweise Salzlake)
– Cayenne- oder schwarzer Pfeffer
– Chili

Die Zutaten für die Würze vermischt man und gibt das in Streifen geschnittene Fleisch hinein. Dann muss das ganze ziehen. Es reicht eine Zeit von acht bis zwölf Stunden aus, damit das Fleisch den Geschmack gut aufnimmt. Dann geht es ans Trocknen. Hiefür kommt das ganze in den Ofen bei 50°. Wichtig ist es, das die Klappe dabei einen Spalt geöffnet bleibt damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Hier bleibt es für zwölf Stunden bis es schön trocken und wohlig warm ist. Die Methode ist logischerweise sehr energielastig und kann so schon ganz schön ins Geld gehen. Die zweite Variante zum Trocken benötigt bloß ein Lattenrost vom Herd und einen Ventilator. Ventilator an, Blech davor und ebenfalls für zwölf Stunden trocken lassen. So bekommt man aus einem Kilo Fleisch ungefähr 200Gramm Trockenfleisch.
Einfacher wird es nicht.

Der Flapjack

Ist quasi ein Müsliriegel. Nur selber gemacht. Mit enormer Energie dahinter.
Dafür braucht man bloß:

– Haferflocken
– Rohrzucker
– Zuckerrübensyrup/Agavendicksaft
– Butter

Für ein Backblech dieser Kohlenhydrateschleudern vermischt man erstmal 250Gramm Haferflocken mit 100Gramm Rohrzucker. Dann nimmst man 150Gramm Butter und schmilzt sie sich in nem Topf ein. Sobald das Gold flüssig ist gibt man es zusammen mit nem guten Schluck Syrup/Dicksaft zu dem Haferflocken- und Zuckergemisch. Gut durchrühren und rauf auf das Backblech. Es macht sich sehr gut vorher Backpapier auszulegen. Ansonsten wird es schwer Riegel und Blech zu trennen. Hände anfeuchten und die Masse festdrücken. Dann bei 160° hellbraun backen(15-20Minuten). Während das Zeug noch warm ist in die bevorzugte Größe schneiden und dann abkühlen lassen. Fertig. Das ist aber nur das Grundrezept. Wenn man möchte kann man sich Rosinen, Cranberries oder Nüsse reinmixen. Macht noch nahrhafter und hebt den Geschmack von einfachem süß zu lecker.

Das Bannock(brot)

In so ziemlich allen Gegenden der Erde hat dieses einfache aber dennoch nahrhafte Brot durchgesetzt. Ein einfacher Teig, der auch in einer Pfanne/einem Topf über dem Feuer gebacken werden kann. Man benötigt nur Mehl und Wasser im Verhältnis 2:1. Miteinander vermengen und zu Fladen formen. Dann ausbacken und fertig ist das Essen. Das wunderbare am Bannock ist die Vielseitigkeit. Es ist egal in welchem Teil der Erde man unterwegs ist, oder was für Mehl man zur Verfügung hat. Sowohl Weizen als auch Hafer, Gerste, Roggen, Mais oder auch Reis funktionieren. Wenn man es etwas luftiger mag schmuggelt man noch etwas Backpulver hinzu. Für Geschmack kann man einfach Salz oder Zucker hinzugeben, oder vollkommen abgehen und Gemüse, Speck oder auch Käse mit einarbeiten. Es gelingt garantiert, macht satt und kann jede Geschmacksrichtung bedienen die gewünscht wird.

Für die Kochkrüppel auch was zum Essen:

Die Fertigpizza

Eher nicht für den Survivalisten geeignet, hat aber für den schnellen Koch Zuhause eine Menge Potential in Petto. Kaufe statt einer kompletten Pizza lieber eine Margeritha und beleg sie dir selber.

– Salami
– Schinken
– frische Tomaten
– gefrosteter Spinat
– Dosenthunfisch
– Käse deiner Wahl
– gefrostete Kräuter

Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Was schmeckt kommt rauf. Egal ob Gorgonzola oder Annanas. Jeder wie er möchte und was der Pizzaboden aushält. Wer keine Tiefkühlware mag, kann auch für seine schnelle Pizza Fertigteig aus der einfachen Kühlung nehmen. Liefert mehr Platz und man kann sich auch die Menge von Pizzasoße und den Basiskäse aussuchen.

Die Fertiglasagne

Was reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Lasagne getarnt als Rind.
Aber Spaß beiseite,

– zweifelhaftes Fleisch
– der Geschmack von Pappe/Geschmacksverstärker in Salzform
– Analogkäse

, darauf kann man doch normalerweise verzichten. Hier helfen auch wieder einige sehr leichte Aktionen um sowohl den Geschmack als auch den Nährwert über die Pape zu erheben.

– Zwiebeln
– Speck
– Paprika
– Lauch
– Extrakäse
– ordentliches Hackfleisch

Diese Dinge helfen dabei, dein Essen dezent nahrhafter zu machen. Und wenn der Geschmack dann noch nicht hinhaut, hilft man sich durch würzen mit Salz, Zucker, Rosmarin und einem
kleinen Schuss Balsamico.

Pimp my Fertiggericht

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