Wir bei den taktischen Atzen sind ja große Freunde von alten, bewährten Handwerkszeugen, Jagdwerkzeugen und absolut keine Fans von irgendwelchen Gimmicks die weder stabil, noch praktikabel sind.
Und so haben wir uns gedacht, das wir euch einige interessante und auch zum Teil auch nützliche Geschosse und Werfer vorstellen.

Der Pfeil der vielen Namen

Eine Pfeilschleuder die auf viele unterschiedliche englische Namen hört:
– Swiss Arrow
– Dutch Arrow
– Scotch Arrow
– Yorkshire Arrow
– Gypsi Arrow
Doch obwohl es so viele englische Bezeichnungen gibt, war es uns nicht möglich irgenndeinen deutschen Namen dafür zu finden. Also taufe ich es erst einmal auf den Namen:
Schnurpfeilwerfer
Dahinter verbirgt sich ein ziemlich simples Prinzip um den Pfeil nur mit einer Schnur weit in ein Ziel zu befördern.
Für den Fall das dir einmal der Bogen abhanden kommt und du deine Pfeile dennoch nicht nutzlos rumtragen musst, reicht es, ein kleines Stück von der Befiederung des Pfeils entfernt eine „V“-förmige Kerbe in das Holz zu schnitzen. Jetzt benötigst du nur noch ein Stück Schnur.
In diese Schnur machst du an dem einen Ende einen Knoten. Dieser Knoten wird daraufhin in die Kerbe gepackt und die restliche Schnur zuerst um den Knoten und dann um den Rest des Pfeils und schlussendlich um deine Wurfhand gewickelt.
Jetzt nur noch den Pfeil werfen und durch die sich abrollende Schnur bekommt der Pfeil Schwung und einen gesunden Drall, was für eine gute Stabilität während des Fluges sorgt.

Der Atlatl

Oder auch einfach nur Speerschleuder, ist eines der ältesten Hilfsmittel um ein Geschoss besser ins Ziel zu bringen als mit bloßer Hand. Um genau zu sein gehen die ältesten Funde 18000 Jahre in die Vergangenheit. Und dann zieht sich der Faden durch die Geschichte. Aboriginies, Inuit, Azteken und die Polynesier haben
sie noch lange verwendet/ verwenden sie bis Heute zu Jagdzwecken.
Das Prinzip ist denkbar einfach:
Ein Speer mit einer Kuhle am Ende wird in Kombination mit einer Schleuder verwendet.
Diese Schleuder schaut aus wie ein Stab, der an einen Ende eine Spitze aufweist. Klingt wie ein Speer, ist es aber nicht, da diese Spitze zum entgegengesetzten Ende des Stabs zeigt.
Jetzt sollte jedem klar sein wie das ganze funktioniert:
Die Kuhle des Speers wird auf die Spitze der Schleuder gelegt und durch eine schleudernde Bewegung mit dem Stab in Richtung des Ziels befördert. Fertig. Improvisationskünstler können sich so aus einem Bambusstecken, einem Schuhlöffel und etwas für die Spitze eine funktionierende Speerschleuder zimmern.

Steinschleuder

Ebenfalls seit der Antike verwendet werden Schleudern um Steine und Metallgeschosse, vor allem auf den Schlachtfeldern, aber auch zum Jagen, in ein Ziel zu befördern. Hier gibt es zwei Varianten die gegeneinander konkurrierten.
Zum einen haben wir die Bola, bei der Steine oder auch Metallkugeln an mehreren Seilen befestigt werden. Diese werden nun mit kreisenden Bewegungen in Schwung versetzt und dann auf das Ziel losgelassen. Die Variante mit mehreren Gewichten ist vor allem dazu gut um zum Beispiel beim Jagen ein Tier lebendig zu fangen, da sich die Gewichte um den Körper des Ziels herumwickeln und Bewegungen verhindern oder zumindest beeinträchtigen.
Die Bola Perdida wiederrum ist die hauptsächlich zum Kämpfen verwendete Variante. Hier wird nur ein Geschoss anstatt mehrerer. Es gibt sowohl Schleudern bei denen ein Seil/eine Schnur an dem Geschoss befestigt wird, als auch eine Schleuder bei der das Geschoss in eine Tasche gelegt wird und dann wiederrum mit kreisenden Bewegungen schwungvoll ins Ziel geschleuder wird.

Pana Schleuder

Die Pana Schleuder ist eine einfache Dartschleuder die aus dem südostasiatischen Raum stammt.
An einem Griff wird ein Gummiband(wahlweise ein Fahrradschlauch) befestigt und der Gummi wird mit einer Öse versehen. Der Dart kann aus einem großen Nagel oder Rundstahl bestehen und benötigt neben einer Befiederung nur eine Einkerbung hinter der Spitze. In diese Einkerbung wird die Öse eingelegt und ermöglicht es so die Pana zu spannen und das Geschoss abzufeuern.
Wir haben schon einen kompletten Beitrag zu der Pana Schleuder, in dem wir auch genau erklären wie sich eine ganz leicht selber machen lässt.

Kpinga

Der Kpinga ist eine afrikanische Stammeswaffe die über mehrere Klingen verfügt, was diesem Wurfdolch ein baumartiges Aussehen verleihen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Bumerang. Die Klingen drehen sich beim Werfen um den Schwerpunkt der Waffe und haben so einen stabilen Flug und richten mehr Schaden
an, als wenn man einen einfachen Dolch geworfen hätte.
Über die Zeit hinweg wurde das Kpinga immer häufiger als Statussymbol und zur Erkennung der Stammeszugehörigkeit bis sie Mitte des letzten Jahrhunderst fast vollständig von der Bildfläche verschwanden.
Der immense vorteil ist, das durch mehrere Klingen an einer Waffe nicht nur eine Stelle vorhanden ist, mit der man den Feind treffen kann um Schaden anzurichten.
Außergewöhnliche Wurfwerkzeuge

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