Prepping ist ein komplexes Thema. Grade Familien mit Kindern, die in Gebieten leben, die schnell von der einen oder anderen Katastrophe heimgesucht werden können, haben es schwer sich mit dem Thema richtig zu befassen. Denn grade für Kinder ist es nicht gut verständlich das plötzlich was den Bach runter geht. Was also tun?

Teile was du tust

Wenn du deine Fähigkeiten übst, lass deine Kinder daran teil haben. Ruhig mal die Juniors ein Lagerfeuer aufstellen, Tarp aufbauen oder auch mal einen Stock schnitzen lassen. Dabei solltest du darauf achten, das von vornherein ein guter Umgang mit den nötigen Werkzeugen herrscht. Man kann das in Spiele verpacken oder auch mal einfach das Interesse der Kinder wirken lassen. Wenn Mama oder Papa z.B. mit dem Bogen schießen, dann kann Juniortüte natürlich auch mal mit seinem mitmachen. Natürlich ist der von den Eltern gebaut, aus unbehandeltem Rattan, Bambus oder Haselnußholz. Muss auch nicht perfekt sein, das kommt schon irgendwann noch. Lass auf jeden Fall deine Kids mitmachen, auch bei Sachen die ungewöhnlich sind.

Lehre Respekt vor Umgebung und Ressourcen

Wasser, Nahrung, Unterkunft und Schlaf sind lebensnotwendig. Lehre den sparsamen und sachlichen Umgang mit diesen Ressourcen. Lass die Kids ruhig mal selbst entscheiden ob sie lieber planschen oder was zu trinken haben wollen. Solche Dinge sind dann nicht nur für Kinder lehrreich sondern auch für die Eltern interessant.
Man kann dann einfach eine Flasche Wasser extra mit in den Wald nehmen und wenn Junior geplatscht hat etwas mahnend erwähnen, das man nur eins oder das andere haben kann. Zelten ist ebenso interessant wie lehrreich, vor allem wenn es darum geht das eigene Bett schätzen zu lernen. Ausserdem hilft das Übernachten draußen Ängste zu überwinden. Zum Beispiel vor der Dunkelheit. Und vor dem Schwarzen Mann (*zwinker*).

Lass die Kids mal machen

Hol dir Werkzeuge für deine Kids die ihrem Alter entsprechen und mit denen sie relativ sicher lernen können.
Lass sie ruhig mal einen Nagel in Holz schlagen oder eine Schraube drehen. Schnitzen, Sägen, Kleben sind alles Dinge, die dem handwerklichen Geschick zutulich sind und auch Selbstvertrauen fördern. Und Selbstvertrauen ist sehr sehr wichtig, grade wenn dann doch die Flut an der Tür klopft. Lasst die Kids dann mal machen, habt ein Auge drauf aber mischt euch nur ein wenns auch nötig ist.

Erkläre das Warum

Wenn dein Kind dich fragt warum ihr so viel Essen oder sowas im Regal stehen habt, dann sei ehrlich aber nicht der Erklär-Bär. Bring deinem Kind bei, das Vorsorge besser ist als Nachsehen. Und das man, wenn man mal krank ist und ganz dolle Bauchweh hat, man doch nicht noch einkaufen gehen möchte. Zählt dann auch mal zusammen durch, wer was hat und wie viel davon da ist. Da kann man ebenfalls ein Zählspiel draus machen, dann lernt Junior noch dabei.

Rüste deine Kinder aus

Lass deine Kinder ihren eigenen BOB tragen. Ein kleines Böbchen tuts auf jeden Fall. Darin kann ein Poncho, ein Erste-Hilfe-Set und eine Flasche Wasser sein. Geht damit spazieren und übt mal ein Pflaster anbringen. Ausrüstung für deine Kinder sollte in euren/deinem BOB drin sein, Elternpaare können sich das gut aufteilen. Ein bisschen kann aber jeder tragen, natürlich Alter und Größe entsprechend.

Der Umgang mit Feuer

Feuer ist in erster Linie was Gutes. Es hält uns warm und wir können damit Wasser und Essen für uns zubereiten.
Bring deinen Kindern den sicheren Umgang mit Feuer bei, übe regelmäßig. Das ist wichtig. Lehre auch grade ältere Kinder wie man sich mit Feuer verhält und was man gegen einen Brand unternehmen kann. Die Absicherung von Feuerstellen muss deine Aufgabe sein, aber was man dafür braucht können alle suchen gehen. Gemeinsam. Nur so lernt man.
Ebenso muss der Umgang mit Feuerstahl und Feuerzeug gelehrt werden, das gehört dazu und macht die Sache sehr spannend.

Die liebe Hygiene

Bringe den Kleinen bei, das sie sich auch unterwegs sauber halten müssen. Übe mal wie man in den Wald kackt.
Und sich dann die Hände wäscht. Bringe bei, das die Kinder sich nicht in die Hand niesen sondern in die Armbeuge. Als wenn Dracula seinen Umhang vor sein Gesicht schlägt.  Erkläre wie sie sich die Hände mit Alkoholtüchern oder Feuchttüchern sauber machen können. Und das man die Dinger nicht in den Mund nimmt. Unterwegs Zähne putzen, ätherische Öle (Eukalyptusöl usw.), das Entfernen von Läusen uva. sind ebenfalls wertvoll zu wissende Dinge.

Spielzeuge die mehr sind

Wenn deine Kinder spielen wollen, dann wollen sie auch Spielzeug. Pfeif auf den Plastikmist. Das hält nicht lange und ist meist nach kurzer Zeit uninteressant. Ein Roller kann als leichtes Fortbewegungsmittel dienen, ein Klappfahrrad ebenfalls.
Der kleine Handwagen mit dem du die Kleineren hinter dir hergezogen hast, kann als Transportmittel für diverse Tauschgüter herhalten. Wachsmalstifte können Kerzen sein, das Stück brennt bis zu zwanzig Minuten. Spielzeug-Funkgeräte sind eigentlich richtige Funken mit voreingestellten Kanälen, die aufeinander abgestimmt sind. Die Sendestärke ist nicht dolle, allerdings kann man damit gut von seiner Peripherie ins innere des eigenen Heims Nachrichten senden. Gut wenn nachts mal was rausgegangen werden muss.

Passe die Ausrüstung an

Achte darauf das bei alledem stets die Ausrüstung dem Alter deiner Kinder entspricht. Sie muss wachsen, wie dein Kind wächst. Mitunter verlieren sie das Interesse an der Sache, aber höre dennoch nicht auf zumindest auf die Ausrüstung zu achten. Denn was man einmal richtig gelernt hat, vergisst man nicht mehr. Denke auch an die Pubertät, sich entwickelnde oder vorhandene Allergien, bestimmte Vorlieben beim Essen (psychologischer Effekt, weniger Knatsch).

Aufmerksamkeit und Wachsamkeit sind oberstes Gebot – Verantwortung!!

Verantwortung ist der Schlüssel. Zu allem. Sei verantwortungsbewusst in allem was du mit einen Kindern tust.
Immer. Achte auf sie, sie müssen vielleicht mal auf dich achten. Sieh, das sie viel lernen und sich in jede nötige
Richtung entwickeln können. Berücksichtige ihre Vorlieben und Talente, evaluiere und akzeptiere ihren Standpunkt und beziehe diese in deine Entscheidungen mit ein. Nimm deine Kinder ernst wenn sie Bedenken oder Zweifel äußern.
Auch wenn die Bedenken deinem Handeln gelten. Kommuniziere. Und vor allem – habt Spaß dabei! Denn dann lernt es sich einfacher.
Prepping für und mit Kindern

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